Streaming, iOS 9: Was Apple am Montag auf der WWDC (nicht) zeigt

7. Juni 2015, 11:10
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Videodienst dürfte verschoben worden sein, es droht auch das Aus für "Jailbreak"

Am Montag steht einer der wichtigsten Apple-Termine des Jahres an: Auf der Entwicklerkonferenz WWDC werden vor allem im Software-Bereich wichtige Neuerungen verkündet, letztes Jahr wurde etwa das Betriebssystem OS X Yosemite enthüllt. Heuer ist die IT-Branche vor allem auf Apples neuen Musikservice gespannt, über den viele Infos bereits vorab an die Öffentlichkeit drangen. Doch auch abseits von "Beats" soll es einige interessante Vorstellungen geben. Ein Überblick:

Apples Musikstreaming-Dienst

Auch wenn bis zum letzten Moment Verhandlungen mit Rechteinhabern liefen, ist mit einer Vorstellung von Apples Spotify-Konkurrent relativ sicher zu rechnen. Laut Berichten dürfte Apple einen Fokus auf exklusive Inhalte legen und iTunes Radio mit DJ-Sessions berühmter Popstars wie David Guetta oder Drake aufpeppen. Der Service soll rund zehn Dollar im Monat kosten und die ersten drei Monate gratis verfügbar sein. Noch ist unklar, ob der Name "Beats" beibehalten wird.

Apples Videostreaming-Dienst

Eigentlich wollte Apple neben dem Musik- auch in den Fernsehmarkt einsteigen und einen eigenen Streamingdienst präsentieren. Doch hier ergaben sich in der Vorbereitung noch größere Komplikationen: Apple plante laut internen Berichten, auch Live-Fernsehen via Streaming anzubieten. Das hätte aber regulatorische Konsequenzen mit sich gebracht, außerdem zeigten sich die Internetprovider, die oft auch Kabelfernsehen anbieten, recht verärgert. Deshalb will Apple nun weiter sondieren und die Präsentation – inklusive eines neuen Apple TV – vorerst verschieben.

iOS 9 und OS X 10.11

Bei den Betriebssystemen soll es vor allem zu kleineren Updates kommen, die einen Fokus auf Performance und Sicherheit legen. Das mobile Betriebssystem iOS könnte auch in einer "Light"-Variante erscheinen, um auf älteren Geräten zu funktionieren, berichtet Yahoo. Neue Funktionen dürften eher Mangelware sein.

Aus für Jailbreaker

Apple ist darüber verärgert, dass immer mehr Nutzer ihre iPhones "jailbreaken" und so mehr Rechte als eigentlich vorgesehen erhalten. Das soll laut Apple die Sicherheit unterlaufen. Deshalb arbeitet der Konzern an "Rootless", das bestimmte Systemdateien auch bei Adminrechten vorm Zugriff schützt. Das könnte "Jailbreaker" vor neue Hürden stellen.

Apple Watch

Noch ist unklar, ob es auch bei der Watch zu Neuvorstellungen kommt. Zu Jahresbeginn machten Gerüchte die Runde, denen zufolge Apple ein System vorstellen werde, mit dem die Watch auch ohne dazugehöriges iPhone funktionierte. Das würde den potenziellen Kundenkreis massiv erhöhen. Diese Gerüchte sind allerdings in den vergangenen Wochen verstummt. Ab Montag, 18 Uhr, wird darüber Klarheit herrschen: DerStandard wird die WWDC natürlich begleiten und zeitnah berichten. (fsc, 7.6.2015)

  • Nur wenige Wochen nach Googles I/O steht mit der Apple WWDC die nächste wichtige Entwicklerkonferenz an

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