Früherer FIFA-Vize Warner laut BBC in Geldwäsche verstrickt

7. Juni 2015, 10:59
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Jack Warner soll sich an den finanziellen Mitteln des Weltfußballverbandes persönlich bereichert haben

Zürich - Der frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner hat sich nach Informationen des britischen Fernsehsenders BBC an finanziellen Mitteln des Weltfußballverbandes persönlich bereichert. Wie die BBC am Sonntag berichtete, geht das aus Dokumenten hervor, die dem Sender vorliegen. Warner ist der frühere Chef des Fußballverbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF).

Die US-Justiz hat seine Auslieferung aus Trinidad und Tobago beantragt. Die amerikanischen Ermittler beschuldigen ihn der Korruption, Verschwörung sowie des organisierten Verbrechens. Diese Vorwürfe erhärten nach BBC-Informationen Dokumente rund um Überweisungen in der Höhe von 10 Mio. Dollar (8,91 Mio. Euro). Südafrika, Ausrichter der WM 2010, habe das Geld stellvertretend überwiesen.

Barabhebungen und Darlehen

Das Geld sei eigentlich für Fußball-Entwicklungsprogramme in der Karibik bestimmt gewesen. "Aber Dokumente legen nahe, dass Warner die Zahlung für Barabhebungen, persönliche Darlehen sowie zur Geldwäsche genutzt hat", schrieb die BBC. Die BBC nennt drei FIFA-Überweisungen vom 4. Jänner, 1. Februar und 10. März 2008, die auf CONCACAF-Konten eingingen, die Warner kontrollierte.

Der 72-Jährige beteuert seine Unschuld und ist derzeit in seiner Heimat nur auf Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar frei. (APA/dpa, 7.6.2015)

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