Wiener Erzdiözese sichert sich Domain "kirchenaustritt.at"

6. Juni 2015, 17:01
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Inhaber der Website war Niko Alm - Kirche will mehr Informationen zum Austritt liefern

Die Erzdiözese Wien verhandelt laut einem Bericht der Wiener Zeitung zurzeit mit Neos-Abgeordneten Niko Alm über die Domain "kirchenaustritt.at". Konkret will die Kirche auf der Website mehr Kontaktmöglichkeiten geben, bei denen Austrittwillige sich über Folgen, Rechte oder sonstige Anliegen informieren können. 10.000 Euro will Alm für die Domain, nicht jedoch für sich, sondern als Spende für die Krebshilfe.

Betreiber der Website ist Max Schrems

Als Betreiber der Website wird übrigens der Wiener Max Schrems ausgewiesen, der mit einer Sammelklage gegen Facebook für internationales Aufsehen sorgte. Mit dem Wechsel des Betreibers soll sich die Seite übrigens nicht allzu sehr verändern. Alm war es ein Anliegen, dass es auf der Website weiterhin "neutrale Informationen" zum Kirchenaustritt gibt. Dies bekräftigte auch Michael Prüller, Sprecher der Erzdiözese Wien – so sollen "keine neuen Hürden aufgebaut werden".

Aus Zeitgründen aufgegeben

Neos-Parlamentarier Alm hatte die Website ins Leben gerufen, um Fragen zum Kirchenaustritt zu beantworten. Zudem wird ein genauer Ablauf dazu geschildert. Die letzte Änderung liegt fast zwei Jahre zurück, Alm gab gegenüber der Wiener Zeitung an, dass er die Website "aus Zeitgründen" aufgeben würde. (dk, 06.06.2015)

  • Neos-Abgeordneter Niko Alm verkauft die Domain "kirchenaustritt.at" an die Wiener Erzdiözese. Der Parlamentarier hatte 2013 zur Initiative Anti-Kirchenvolksbegehren aufgerufen.
    foto: apa/fohringer

    Neos-Abgeordneter Niko Alm verkauft die Domain "kirchenaustritt.at" an die Wiener Erzdiözese. Der Parlamentarier hatte 2013 zur Initiative Anti-Kirchenvolksbegehren aufgerufen.

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