Welche Nachteile Musik-Streaming-Services mit sich bringen

6. Juni 2015, 10:45
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Oder auch: Die Rückkehr von DRM

Apple hat mit iTunes die Musik-Online-Verkäufe dominiert und will dies nun auch mit einem eigenen Musik-Streaming-Service schaffen. Reichlich spät, da Spotify, Google Play Music und Amazon Prime bereits ein großes Stück des Kuchens für sich eingenommen haben. Allzu viele Details sind zu Apples Dienst nicht bekannt – der Preis soll bei 10 Dollar im Monat liegen, zudem soll es eine Android-Version geben. Für Aufregung sorgte ein Bericht, dass Apple Labels dazu drängte, Lieder von YouTube und Spotify zu entfernen.

Binde dich und du wirst belohnt

Hier setzt auch die Überlegung von "The Verge"-Journalist Nilay Patel an: Er sieht die Rückkehr von Digital-Rights-Management-Systemen, die den Kunden an einen Dienst oder ein Format binden. Heute würden dies allerdings nicht mehr die Labels forcieren, sondern die Streaming-Anbieter selbst. Als Beispiel gibt der Journalist etwa Google Play Music an, das auf Android-Geräten deutlich besser funktioniert als in der iOS-Version. Wahrscheinlich wird dies auch Apple bei ihrem eigenen Dienst versuchen, etwa mit einer deutlich besseren Bedienung oder mehr Funktionen am iPhone.

Flucht aus einem Käfig ist ein Neuanfang

Wird einmal versucht dem Käfig eines Anbieters zu entfliehen, bleibt nichts zurück, außer den Abrechnungen auf der Kreditkarte. So gibt es beispielsweise keine Option die aufwändig erstellten Playlists auf ein anderes Service zu übertragen. Man bleibt also entweder bei dem einen Dienst oder fängt woanders von vorne an. Ob sich der Konsument das auf längere Sicht gefallen lassen wird, wird sich weisen. Egal, ob bei Spotify, Google Play Music, Amazon Prime oder Apples Musik-Dienst. (red, 06.06.2015)

  • Ein Bild aus vergangenen Zeiten.
    foto: apa/berg

    Ein Bild aus vergangenen Zeiten.

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