Brennende Autos und Festnahmen in Tourcoing

5. Juni 2015, 14:24
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Randale nach Todesopfer bei Polizeikontrolle

Lille - Nach der vierten Randalnacht Randale in Folge sind im nordfranzösischen Tourcoing rund ein Dutzend Verdächtige festgenommen worden. 14 Autos waren in der Nacht auf Freitag erneut in Flammen aufgegangen sowie mehrere Mülleimer, wie die Behörden mitteilten. Die Unruhen in einem Problemviertel der Stadt im Großraum Lille waren nach dem Tod eines Einwohners infolge einer Polizeikontrolle ausgebrochen.

Im betroffenen Viertel Bourgogne sind mehr als 50 Prozent der jungen Leute arbeitslos. Fast neun von zehn Wohnungen sind Sozialwohnungen. Fünf der insgesamt 14 in der Nacht auf Freitag in Bourgogne und im benachbarten Roubaix Festgenommenen sind laut Staatsanwaltschaft Minderjährige, manche stammten demnach aus Belgien. In den Nächten zuvor waren bereits 23 Menschen in Polizeigewahrsam genommen worden.

Drei Nächte der Gewalt

Nach drei Nächten der Gewalt waren fast 150 Polizisten in der Nacht auf Freitag in dem Viertel aufgezogen. Mehrere Polizisten wurden dabei auf einem Platz von Bourgogne mit Steinen beworfen.

Der konservative Bürgermeister von Tourcoing, Gerald Darmanin, nannte die Nacht wegen der Polizeipräsenz "ruhiger" als zuvor. Insgesamt musste die Feuerwehr wegen 26 brennenden Autos und sechs Mülleimer-Bränden in Tourcoing und angrenzenden Gemeinden ausrücken. (APA/AFP, 5.6.2015)

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