Rot-Blau im Burgenland: SPÖ und FPÖ reden schon über Ressorts

5. Juni 2015, 10:08
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Einigung noch heute möglich – Niessl: "Null Austritte im Bezirk Neusiedl"

Eisenstadt – Fast pünktlich haben am Freitag SPÖ und FPÖ in Eisenstadt ihre Koalitionsverhandlungen fortgesetzt. Die Chefverhandler, Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz, stimmten darin überein, dass man schon sehr weit gekommen sei. Im Lauf des Vormittags wolle man über die Ressorts sprechen, sagte Tschürtz.

Er könne sich "vorstellen, dass sogar vielleicht heute schon ein Ende in Aussicht gestellt werden kann", meinte der FPÖ-Landesparteiobmann. Die Gespräche verliefen "sehr lösungsorientiert", man werde heute "sicherlich schon sehr weit kommen".

Sicherheitsressort würde Tschürtz "taugen"

"Ein Ressort, das mit der Sicherheit in Verbindung steht, würde natürlich auf mich zugeschnitten sein, und das würde mir schon taugen", sagte Tschürtz. Gefragt, ob er sich darauf freue, Landeshauptmann-Stellvertreter zu werden, antwortete er: "Ja, selbstverständlich hat man ein gutes Gefühl, endlich etwas bewegen zu können. In einem Land freiheitliche Politik umsetzen zu können, für Sicherheit sorgen zu können, das ist sicher eine Herausforderung, die einen freut."

Würde zu einem Polizisten passen, sagt Niessl

"Wir sind sehr weit, es ist durchaus möglich, dass es am Wochenende eine Einigung gibt", sagte Niessl. Zu den Vorstellungen von Tschürtz, Aufgaben mit Bezug zur Sicherheit zu übernehmen, sagte er: "Er ist Polizist, und ich denke, dass zu einem Polizisten das Thema Sicherheit sehr gut passt."

Angesichts der Kritik an Rot-Blau aus anderen SPÖ-Landesorganisationen und der SJ sagte Niessl, er habe soeben mit seinem Bezirksgeschäftsführer gesprochen: "Es gibt null Austritte im Bezirk Neusiedl als größtem und stärkstem Bezirk." Es gebe "großes Verständnis, dass man das Wahlergebnis analysieren muss und die richtigen Konsequenzen ziehen muss". Den Wechsel an der Spitze der ÖVP Burgenland von Franz Steindl zu Thomas Steiner nehme er "zur Kenntnis". (APA, 5.6.2015)

  • FP-Landeschef Johann Tschürtz (li.) würde das Sicherheitsressort "taugen", SP-Landeschef Hans Niessl findet, das würde sehr gut passen, immerhin sei Tschürtz ja Polizist.
    foto: apa/jäger

    FP-Landeschef Johann Tschürtz (li.) würde das Sicherheitsressort "taugen", SP-Landeschef Hans Niessl findet, das würde sehr gut passen, immerhin sei Tschürtz ja Polizist.

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