Debatten über Neuwahl in Griechenland halten an

5. Juni 2015, 08:53
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Premier Alexis Tsipras, der ein neuerliches Votum ausgeschlossen hatten, steht innerparteilich unter Druck

Athen - Griechenlands Premier scheint die Neuwahldebatte zu entgleiten: Obwohl Alexis Tsipras diesbezügliche Forderungen aus seiner Syriza-Partei am Vortag als "Unsinn" abqualifiziert hatte, forderte am Freitag auch der stellvertretende Ministers für soziale Sicherheit, Dimitris Stratoulis, vorgezogene Parlamentswahlen auszurufen, wenn die Gläubiger des Landes ihre Bedingen für Finanzhilfen nicht lockern.

Suche nach "alternativen Lösungen"

"Die Gläubiger wollen harte Maßnahmen durchsetzen", sagte Stratoulis, der für seine unnachgiebige Haltung in der linken Syriza-Partei bekannt ist. "Wenn sie von ihrem Erpressungspaket nicht abgehen, wird die Regierung ... alternative Lösungen finden müssen, Wahlen."

Ob diese Position in der Syriza verbreitet ist, ist unklar. Am Donnerstag hatte Finanzminister Yanis Varoufakis vorgezogene Wahlen ausgeschlossen. Ministerpräsident Alexis Tsipras steht aber unter dem Druck seiner linken Anhänger, sich den Forderungen der Gläubiger nicht zu beugen und an seinen Wahlversprechen festzuhalten. Die Syriza hat Einschnitte zulasten des Großteils der griechischen Bürger ausgeschlossen. (Reuters, 5.6.2015)

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