Feldbach: Mann stach auf Nachbarskinder ein

4. Juni 2015, 17:38
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Täter nach Attacke bei Feldbach nach wie vor flüchtig

Feldbach – Nach einer Attacke mit einer selbstgebastelten Stichwaffe ist ein 51 Jahre alter Oststeirer am Donnerstag nach wie vor auf der Flucht gewesen. Der Mann hatte am Mittwoch ein fünf und ein sieben Jahre altes Mädchen nahe Feldbach (Bezirk Südoststeiermark) sowie deren Mutter und einen Nachbarn angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Über das Motiv herrschte Rätselraten.

Der Mann verletzte die Fünfjährige so schwer, dass sie ins Landeskrankenhaus Graz geflogen und notoperiert werden musste. Lebensgefahr bestand am Donnerstag aber keine mehr. Ihre ältere Schwester erlitt Verletzungen am Kopf und im Gesicht und musste genäht werden, konnte aber bereits wieder nach Hause. Die Mutter der beiden Mädchen lag am Donnerstag noch im Krankenhaus Feldbach.

Warum der Mann, der allein in seinem Haus lebte, am Mittwoch plötzlich auf die Kinder losgegangen war, konnte die Polizei am Donnerstag noch nicht sagen. Jedenfalls wurde die Mutter aufmerksam und schritt ein. Ein anderer Nachbar hörte die Kinder schreien, holte seine Gaspistole und versuchte, den Mann mit mehreren Schüssen von seinem Tun abzuhalten. Der Täter ging auch auf ihn los und verletzte ihn am Arm, der Nachbar konnte aber nach ambulanter Versorgung das Spital noch am Abend wieder verlassen.

Fahndung erfolglos

Anschließend flüchtete der Mann, vermutlich zu Fuß. Die alarmierte Cobra stürmte sein Haus, weil unklar war, ob er sich nicht darin verschanzt hatte. Eine sofortige Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, blieb am Abend erfolglos. Auch am Donnerstag suchten die Einsatzkräfte nach dem Flüchtigen, bis zum Nachmittag wurde er aber nicht gefasst.

Die Polizei bestätigte Berichte der "Kleinen Zeitung", wonach sich der flüchtige Täter auffallend intensiv um die Fünf- und die Siebenjährige gekümmert haben soll. Das erzählten Nachbarn, die berichteten, er habe den Kindern immer wieder Eis oder kleine Geschenke gekauft und sie eingeladen. Dass der Vater des Mädchens den Mann deshalb zur Rede stellte und die Situation dadurch eskalierte, bestätigte die Polizei hingegen nicht. Er soll zum Zeitpunkt des Angriffs nicht zu Hause gewesen sein. Der Gesuchte arbeitete als Selbstständiger, er machte kreative Tischlerarbeiten und verkaufte die Werkstücke. Von früheren Auffälligkeiten war vorerst nichts bekannt. (APA, 4.6.2015)

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