750.000-Euro-Preis für Entwicklung von Multiferroika

3. Juni 2015, 14:44
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Britische Materialforscherin Nicola Spaldin erhält den heurigen Körber-Preis

Zürich/Hamburg - Nicola Spaldin, Professorin für Materialtheorie an der ETH Zürich, erhält den mit 750.000 Euro dotierten europäischen Körber-Preis. Sie wird für die Entwicklung einer neuen Klasse kristalliner Verbindungen geehrt, die in Zukunft für zahlreiche neue Technologien dienen könnten: den Multiferroika.

Mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft werden herausragende, in Europa tätige Wissenschafter ausgezeichnet. Er wird jährlich von der Körber-Stiftung in Hamburg verliehen, dieses Jahr zum 31. Mal.

Das Forschungsgebiet

Die britische Chemikerin und Materialforscherin hat die Multiferroika entwickelt, die sowohl auf elektrische als auch auf magnetische Felder reagieren, wie die ETH Zürich am Mittwoch mitteilte. Damit seien sie prädestiniert für ultraschnelle, extrem kleine und sehr energieeffiziente Computer der Zukunft.

Multiferroika seien außerdem womöglich auch Quelle für weitere Materialneuentwicklungen und Ausgangsstoff für technologische Neuerungen. Dies könnten zum Beispiel winzige Motoren in Nanometer-Größe, hochpräzise Magnetsensoren oder bei Raumtemperatur funktionierende Supraleiter sein. (APA/red, 3.6. 2015)

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