Tansania verlor in nur fünf Jahren 60.000 Elefanten

3. Juni 2015, 11:51
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Tierschützer sprechen von "Wilderei im industriellen Maßstab"

Arusha - Die Zahl der Elefanten in Tansania hat sich nach Regierungsangaben innerhalb von fünf Jahren mehr als halbiert. Die Nichtregierungsorganisation TRAFFIC, die sich für vom Aussterben bedrohte Tiere einsetzt, sprach von einem "katastrophalen Rückgang". In den vergangenen Jahren habe Tansania demnach zehntausende Elefanten verloren.

"Wilderei im industriellen Maßstab"

Es sei "unglaublich", dass eine derartige "Wilderei im industriellen Maßstab" bis jetzt "nicht aufgedeckt und bekämpft" worden sei. Den Regierungszahlen zufolge sank die Elefantenpopulation in dem afrikanischen Land von 109.051 im Jahr 2009 auf 43.330 im Jahr 2014. Die dramatische Dezimierung ist demnach vor allem auf den illegalen Handel mit Elfenbein aus den Stoßzähnen der Dickhäuter zurückzuführen.

Ähnlich sieht es im benachbarten Mosambik aus: Dort ging der Elefantenbestand nach einer Zählung der US-Naturschutzstiftung Wildlife Conservation Society (WCS) in fünf Jahren von 20.000 auf etwa 10.000 zurück.

Abnehmer in Asien

Der Großteil des erbeuteten Elfenbeins wird TRAFFIC zufolge über die tansanischen Häfen Daressalam und Sansibar ausgeführt, unter anderem nach Asien. Einziger kleiner Hoffnungsschimmer bei den Zahlen des tansanischen Ministeriums für natürliche Ressourcen und Tourismus sei die Lage im Serengeti-Nationalpark. Dort stieg die Zahl der Elefanten von 3.068 auf 6.087. (APA/red, 3.6. 2015)

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