Album der Woche: Goatsnakes "Black Age Blues"

5. Juni 2015, 05:46
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Dröhn-Mönch Greg Anderson kehrt mit Goatsnake zurück

Greg Anderson leitet das auf bärbeißigen Doom-, Metal- und Ungustlrock sowie diverse Spielarten des Hardcore spezialisierte US-Label Southern Lord. Als Musiker ist er vor allem im Duo mit Stephen O’Malley als Mann in Mönchskutte bekannt, der mit tiefergestimmter Gitarre in schwindelig machender Zeitlupe tektonische Platten verschiebt. SunnO))) gelten in der Drone- und Doom-Metal-Szene als Gottheiten. Zuletzt veröffentlichten sie gemeinsam mit Scott Walker das Endzeit-Grusical Soused.

Dass Anderson auch aufgeweckter spielen kann, ist in letzter Zeit in den Hintergrund getreten. 15 Jahre nach dem Album Flower of Disease kehrt er nun mit seiner Band Goatsnake zurück. Sänger Pete Stahl war am Anfang der Moderne Frontmann der Hardcore-Band Scream, in der auch der junge Dave Grohl trommelte. Davon ist nichts mehr zu hören. Bei Goatsnake und ihrem neuen Album Black Age Blues wird vielmehr Heavy Metal klassischer Prägung zu Ende gedacht.

southern lord records

Auf wunderbare Weise dröhnt und rumst auf neun Stücken alle Zeit Black Sabbath sowie deren Erbmasseverwalter St. Vitus oder Kyuss. Man muss sich nur den angestochen jaulenden Ozzy Osbourne und die Grusel-Texte wegdenken. Schwere, mit dem Kopf durch die Wand gehende Riffs, pragmatisches Whiskey-Trinkertum bei klarer Stimme, Donner, Blitz und ein Joint zwischendurch. Bei der Hendrix-Hommage Jimi’s Gone dürfen sogar Frauen im Chor singen. Das ist das moderne Element. Hammer. (schach, Rondo, 5.6.2015)

  • Goatsnake: Black Age Blues (Southern Lord)
    cover: southern lord

    Goatsnake: Black Age Blues (Southern Lord)

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