Bietgefecht auf deutscher Frequenzauktion verliert an Schwung

3. Juni 2015, 11:01
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Keine neuen Gebote mehr für zwei wichtige Frequenzbereiche

Bei der milliardenschweren Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland gehen die drei Bieter Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland immer vorsichtiger vor. Für zwei wichtige Frequenzbereiche bei 700 Megahertz und 900 Megahertz sind seit Wochenbeginn keine neuen Gebote mehr abgegeben worden, wie aus einer Aufstellung der Bundesnetzagentur hervorgeht.

1.800 Megahertz

Das Geschehen konzentriert sich vor allem auf die Blöcke bei 1.800 Megahertz. Nach Aussage der Analysten der Bank Citi muss vor allem Vodafone hier neues Spektrum kaufen, weshalb die Telekom ein Interesse habe, die Preise in dem Bereich auf das Niveau der 900-Megahertz-Frequenzen - also auf etwa 100 Mio. Euro je Block - hochzutreiben. Der Punkt werde nun bald erreicht, weshalb die Auktion in absehbarer Zeit zu Ende gehen könnte, erklären die Fachleute. Eine Woche nach dem Start summieren sich die Gebote der drei Mobilfunkanbieter insgesamt auf 2,3 Mrd. Euro.

Bei der jüngsten Frequenzauktion vor fünf Jahren legten Deutsche Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Firmen E-Plus und Telefonica zusammen 4,4 Mrd. Euro auf den Tisch. Allerdings hat sich die Branche seitdem deutlich gewandelt, da die Funknetze wegen des Booms von Smartphones und Tablet-Computern bald an ihre Grenzen stoßen. Und da künftig wohl so gut wie jedes technische Gerät - vom Kühlschrank bis zum Auto - ständig mit dem Internet verbunden sein wird, steigen die Anforderungen weiter. (APA, 3.6. 2015)

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