"Absolut richtige, überfällige Entscheidung"

2. Juni 2015, 20:15
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Reaktionen auf den angekündigten Rücktritt von Joseph Blatter als Präsident des Fußball-Weltverbands

Leo Windtner (ÖFB-Präsident): "Diese Nachricht trifft alle überraschend, aber es ist eine Hoffnung auf eine neue Ära in der Fifa, die von Sauberkeit und Glaubwürdigkeit getragen ist. Es ist eine Chance für einen Neustart, und ich gehe davon aus, dass sich die Uefa dabei voll einbringen wird."

Gerald Klug (Sportminister): "Korruption darf im Sport keinen Platz haben. Präsident Blatter hat endlich Konsequenzen aus dem Fifa-Skandal gezogen. Jetzt ist der Weg frei für umfassende Strukturreformen. Das ist die dringendste Forderung an Blatters Nachfolger. Es ist volle Transparenz gefragt, die Vorwürfe müssen restlos aufgeklärt werden. Die Fifa braucht einen glaubwürdigen Neustart."

Michel Platini (Uefa-Präsident): "Es war eine schwierige Entscheidung, eine mutige Entscheidung und die richtige Entscheidung."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Das ist die Entscheidung, die absolut richtig ist, die überfällig ist. Es ist eigentlich eine Tragik, warum er sich selber und uns allen das nicht erspart hat, dass er das früher gemacht hätte."

Greg Dyke (FA-Chef): "Wir begrüßen die heutige Bekanntgabe und glauben, das sind gute Nachrichten für den Weltfußball und die Fifa. Ein Wechsel an der Fifa-Spitze ist ein notwendiger erster Schritt, um wirkliche Reformen anzustoßen."

Noel le Graet (französischer Verbandschef): "Ich bin ein wenig überrascht, aber am Ende des Tages ist es nicht so schlecht. Es wird uns erlauben, mit echten Kandidaten neu anzufangen."

Romario (brasilianischer Ex-Weltmeister, mittlerweile Senator): "Das sind die besten Nachrichten seit langer Zeit. Der Rücktritt von Joseph Blatter als Fifa-Präsident steht für eine neue Ära im Weltfußball. Alle korrupten Verbandschefs auf der Welt werden ihren Niedergang wie einen Tsunami kommen spüren. Ich hoffe, diese große Welle ist genug, um all die Korruption aus dem welthöchsten Fußballgremium herauszuwaschen. Gute Nachrichten für den Fußball ... Jetzt können wir sagen, dass wir den Weg für einen effektiven Wandel im Weltfußball freigemacht haben. In vergangenen Jahrzehnten ist die Fifa zu einer Gelddruckmaschine geworden."

Franz Beckenbauer (Ex-DFB-Teamchef): "Es war eine vernünftige Entscheidung von Sepp Blatter. Der Druck wurde zu groß. Er wäre nie mehr zur Ruhe gekommen, ob er Schuld an den Skandalen trägt oder nicht. Das Problem der Fifa liegt in seinem System."

Theo Zwanziger (Ex-DFB-Präsident): "Die Entscheidung von Herrn Blatter wird dem Fußball helfen. Eine tiefgreifende Spaltung der Fifa konnte abgewendet werden. Ich rechne noch mit weiteren Enthüllungen, vor allem zu den umstrittenen WM-Vergaben."

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