Generalsekretär Valcke in der Bredouille

2. Juni 2015, 18:12
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Fifa-Skandal: Vorwurf gegen Generalsekretär wegen verdächtiger Millionenzahlung

Zürich - Jetzt taucht auch der Name Jérôme Valcke im Zusammenhang mit dem jüngsten Fifa-Korruptionsskandal auf. Valcke ist nicht irgendwer, der französische Generalsekretär ist im Fußballweltverband die Nummer zwei hinter Präsident Joseph Blatter. Valcke (54) soll eine bedeutende Rolle bei der Überweisung jener zehn Millionen Dollar gespielt haben, mit denen in der Karibik für die Vergabe der WM 2010 nach Südafrika angeblich bestochen wurde. So berichtet es jedenfalls die New York Times . Die Fifa dementiert.

Der US-Zeitung zufolge ist Valcke jener "hochrangige Fifa-Funktionär", von dem in der Anklageschrift des New Yorker Gerichts die Rede ist. Dieser habe 2008 die Zahlung von "insgesamt zehn Millionen Dollar" von einem Fifa-Konto über die Bank of America auf ein Konto der Republic Bank angewiesen, das vom Angeklagten Jack Warner "kontrolliert" wurde. Warner, früher Fifa-Vizepräsident und Boss der Konföderation von Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (Concacaf), ist eine der Schlüsselfiguren der Affäre. Der umstrittene Geschäftsmann aus Trinidad und Tobago habe das Geld anschließend an sich und "Mitverschwörer" verteilt, heißt es in der Anklage.

Laut Fifa sei die Summe zwar gezahlt worden, allerdings zur Unterstützung der "afrikanischen Diaspora in der Karibik". Bislang ermitteln weder die US- noch die Schweizer Behörden gegen Valcke und Blatter.

Am Montagabend sagte Valcke seine Reise zum Eröffnungsspiel der Frauen-WM am Samstag in Kanada ab. Offiziell, weil "es wichtig ist, dass er sich um Dinge im Fifa-Hauptquartier in Zürich kümmert". (sid, red, 2.6.2015)

  • Jérôme Valcke sagte seine Reise zur Frauen-WM ab.
    foto: ap/dana

    Jérôme Valcke sagte seine Reise zur Frauen-WM ab.

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