Wieder Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Burundi

2. Juni 2015, 17:26
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Ausland fordert Verschiebung anstehender Wahlen

Bujumbura - In der burundischen Hauptstadt Bujumbura haben Gegner des Präsidenten Pierre Nkurunziza erneut der Polizei getrotzt. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag berichtete, gingen Polizisten mit Tränengas gegen Hunderte Demonstranten vor und gaben Warnschüsse in die Luft ab. Besonders angespannt war die Lage in den Vierteln Cibitoke, Musaga und Nyakabiga.

"Vor fünf Monaten hätte sich niemand eine Bewegung von diesem Ausmaß in Burundi vorstellen können", sagte ein Sprecher der Demonstranten, Pacifique Nininahazwe. Der Unmut der Demonstranten, die seit Ende April auf die Straße gehen, richtet sich insbesondere gegen die verfassungsrechtlich umstrittene Kandidatur des seit zehn Jahren regierenden Staatschefs für eine dritte Amtszeit. Die Präsidentschaftswahl ist für den 26. Juni geplant. Bereits am Freitag sollen Parlaments- und Kommunalwahlen stattfinden.

Die burundische Regierung will trotz scharfer Kritik der USA, der Europäischen Union und der Nachbarländer, die wegen der Unruhen mit mehr als 30 Toten eine Verschiebung fordern, an den Wahlterminen festhalten. Einen Putschversuch von Teilen der Armee hatte Nkurunziza im Mai überstanden. (APA, 2.6.2015)

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