Zwischen Golden State und dem Titel steht Lebron James

2. Juni 2015, 17:04
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Warriors nach 40-jähriger Titelpause leichter Favorit in den NBA-Finals gegen die Cavaliers

Oakland (Kalifornien)/Cleveland (Ohio)/Wien) - Golden State Warriors gegen Cleveland Cavaliers lautet das NBA-Finale 2015. Das heißt auch MVP Stephen Curry gegen Superstar LeBron James. Das erste Spiel findet in der Nacht auf Freitag (03.00 Uhr MESZ) in Oakland statt und bringt damit Heimvorteil für die Warriors.

Die Warriors, obwohl seit ihrem schon 40 Jahre zurück liegenden dritten und bisher letzten Titelgewinn (1975) nie mehr für das Finale qualifiziert, sind die leichten Favoriten. Die Kalifornier waren in der Qualifikationsphase mit Abstand Erste. Sie gewannen 67 Spiele (bei nur 15 Niederlagen). Zum Vergleich siegten die Cavaliers, die allerdings im Verlauf der Saison immer stärker wurden, 53 Mal.

In den Play-offs traten beide Teams höchst überzeugend auf. Golden State bezwang der Reihe nach New Orleans (4:0), Memphis (4:2) und Houston (4:1). Das noch titellose Cleveland gewann gegen Boston (4:0), Chicago (4:2) und Atlanta (4:0).

Fragezeichen Thompson

Das Team von Golden State ist mit viel Talent gesegnet. Der wichtigste Spieler neben MVP und Topscorer Curry, der vermeintlich unmögliche Würfe aus allen Lagen und mit hoher Wahrscheinlichkeit trifft, ist Klay Thompson. Bei ihm stellt sich jedoch die Frage, wie fit er nach seiner in Spiel fünf gegen die Houston Rockets erlittenen Gehirnerschütterung bereits wieder ist.

Trainiert werden die Warriors in der ersten Saison von Steve Kerr. Dieser gewann als Spieler mit den Chicago Bulls und den San Antonio Spurs fünf Meistertitel.

Kein Kryptonit für James

In Cleveland laufen alle Fäden bei "King James" zusammen, der im vergangenen Sommer als Free Agent von Miami zurück zu seinem ersten NBA-Club gewechselt ist. Wie der vier Jahre jüngere Curry stammt auch LeBron James (30) aus Akron, einer Stadt mit 200.000 Einwohnern im Nordosten des Bundesstaats Ohio, nur rund 50 km von Cleveland entfernt.

Der viermalige MVP der Saison - und zweifache NBA-Champion mit den Miami Heat - hat spätestens heuer in den Playoffs gezeigt, dass er der beste Spieler aller Zeiten ist. Mit dieser "Supporting-Cast" in die NBA-Finals zu kommen, ist ein Wahnsinn. Da braucht man über seine unfassbaren Statistiken, seine Pässe, seine Würfe, noch gar nicht anfangen zu reden. Woher sich James die Energie für seine heroischen Leistungen herholt, ist nicht zu eruieren. Er wird jedenfalls nicht müde, hat kaum Schwächen.

Termine

Die ersten zwei Partien werden in Oakland ausgetragen, die folgenden zwei in Cleveland. Danach würde der Heimvorteil in der Best-of-7-Serie in jedem Spiel wechseln. Geht die Finalserie über die volle Distanz, steht der NBA-Champion erst am 19. Juni fest. (APA/red, 2.6.2015)

Die jüngsten zehn NBA-Meister: 2014: San Antonio Spurs - 2013: Miami Heat - 2012: Miami Heat - 2011: Dallas Mavericks - 2010: Los Angeles Lakers - 2009: Los Angeles Lakers - 2008: Boston Celtics - 2007: San Antonio Spurs - 2006: Miami Heat - 2005: San Antonio Spurs.

  • Sollte Lebron James (Mitte) den dritten NBA-Titel seiner Karriere holen, würden die Superlative definitiv ausgehen.
    foto: reuters/richard

    Sollte Lebron James (Mitte) den dritten NBA-Titel seiner Karriere holen, würden die Superlative definitiv ausgehen.

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