Helmut Kohl nach OP auf Intensivstation

2. Juni 2015, 14:57
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Büro: Altkanzler geht es den Umständen entsprechend gut

Berlin - Sorge um Helmut Kohl: Der deutsche Altkanzler liegt nach einer Darm-Operation auf der Intensivstation der Chirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Sein Zustand sei "sehr ernst", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des langjährigen CDU-Vorsitzenden (1973 bis 1998) und Bundeskanzlers (1982 bis 1998). Zuerst hatte die Illustrierte "Bunte" darüber berichtet. Nach Informationen des Blattes soll Kohl nach dem Eingriff für längere Zeit ohne Bewusstsein gewesen sein. Auch "Spiegel Online" schrieb, Kohls Zustand sei kritisch. Nach Angaben seines Berliner Büros geht es dem 85-Jährigen aber "den Umständen entsprechend gut".

Reha

In einer von Kohls Büro am Nachmittag verbreiteten Erklärung heißt es: "Es ist richtig, dass Herr Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl (...) Anfang Mai eine Hüft-Operation hatte, die er sehr gut überstanden hat. Im Anschluss hat sich die Notwendigkeit eines weiteren Eingriffs ergeben, der den Klinikaufenthalt entsprechend verlängert hat. Den Umständen entsprechend geht es Dr. Helmut Kohl gut. Er wird im Anschluss wegen der neuen Hüfte in eine Reha gehen, die er zugleich mit Urlaub verbinden wird."

Kohl hatte nach seiner Hüft-Operation in dem Klinikum in Heidelberg der "Bild"-Zeitung gesagt, er sei zufrieden, und wolle vor allem eines: "So schnell wie möglich wieder nach Hause."

Bei einem schweren Sturz nach einer Knie-Operation 2008 hatte Kohl ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seither ist er auf den Rollstuhl angewiesen und kann nur schwer sprechen. (APA, 2.6.2015)

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