Game-Talk: Amoklaufen als Videospiel – geht das zu weit?

4. Juni 2015, 11:00
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Sollte es moralische Grenzen geben, die Entwickler nicht überschreiten dürfen? Oder sollten sie die Freiheit haben, alles zu tun?

In der Vergangenheit wurden schon zahlreiche Debatten über Gewalt in Games geführt. Das Spiel "Hatred" übertritt für viele Spielefans bisher gekannte moralische Grenzen, indem es Spieler die Rolle eines hasserfüllten Amokläufers übernehmen lässt, dessen Ziel es ist, wehrlose Zivilisten zu töten. Sind andere kontroverse Games vom Schlage "Manhunt", "Postal" oder "GTA" zumeist stark mit satirischen Elementen verknüpft oder implementieren gar eine Art Wertesystem, verzichten die Hersteller von "Hatred" ganz absichtlich auf einen (medien-)kritischen oder moralischen Kontext.

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Wie brutal darf's sein?

Unproblematisch ist die Inszenierung des Tötens für die Hersteller bisher nicht. Im Fall von "Hatred" wurde das Spiel etwa dezidiert vom Online-Store gog.com abgelehnt und der Streamingdienst Twitch führte kurz vor der Veröffentlichung des Werks ein Verbot für Spiele mit "Adults Only"-Rating ein – wohl kein Zufall. Über Steam ist der Shooter zwar erhältlich, allerdings aus Angst vor rechtlichen Problemen nicht für deutsche und australische Kunden.

Wir wollen von Ihnen wissen, wie Sie Gewaltdarstellungen in Spielen empfinden? Macht es für Sie einen Unterschied, in welchem Kontext Gewalt eingebunden wird? Und sollte man in Spielen alles zulassen, um sich dem Zensur-Begriff zu erwehren oder haben Spiele wie "Hatred" einfach nichts im Regal verloren? Posten Sie Ihre Meinung! (mahr, zw, 4.6.2015)

  • Cutscenes wie diese tragen dazu bei, dass "Hatred" heftigst diskutiert wird.
    foto: destructivegames.pl

    Cutscenes wie diese tragen dazu bei, dass "Hatred" heftigst diskutiert wird.

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