Wien: Do & Co startet Ausbildungsakademie

2. Juni 2015, 12:25
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Nach jahrelangem Warten auf diverse Bewilligungen wird Do & Co im Sommer sein erstes Restaurant in Istanbul eröffnen

Wien – Nach jahrelangem Warten auf diverse Bewilligungen von den Behörden wird Do &Co heuer im Sommer sein erstes Restaurant in Istanbul eröffnen, direkt am Bosporus, gegen Jahresende soll auch das angeschlossene Hotel mit 100 Zimmern aufsperren. Das Projekt ist ein Joint Venture mit Turkish Airlines.

Vor Weihnachten will Do-&-Co-Chef Attila Dogudan ein weiteres Großprojekt starten: In der Akademiestraße im ersten Wiener Gemeindebezirk, soll die Do & Co eigene Ausbildungsakademie auf 4000 Quadratmeter eröffnet werden, wo vom "Koch bis zum Controller" nahezu alle Mitarbeiter (derzeit über 10.000 weltweit) fortgebildet werden sollen.

Zugleich wurde am Gaudenzdorfer Gürtel im 12. Bezirk ein Haus erworben, das künftig mit 50 Zimmern als Mitarbeiterhotel geführt wird.

Euro 2016

2016 wird Do & Co mit der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich die größte Einzelveranstaltung Europas bekochen. Es ist die mittlerweile vierte Euro für den Caterer. Bei der kommenden Euro werden aber um 20 Spiele mehr am Spielplan stehen, der erwartete Umsatz liegt bei 50 bis 80 Millionen Euro. 4000 Mitarbeiter werden im Einsatz sein.

Das Wachstum im Airline-Catering kommt zur Hälfte von Turkish Airlines, der Rest stammt aus dem Rest der Welt. Dogudan glaubt, dass die Netzwerkcarrier "gut beraten sind in Bord-Essen zu investieren". Denn Essen sei Marketing, kein Mensch fliege weil er hungrig sei. Und: Die Infrastruktur für die Bord-Belieferung sei so intensiv, dass es keinen Sinn mache, nichts herzugeben.

Mit Henry am Zug – beliefert wird die ÖBB – sei man mittlerweile zufrieden, im vergangenen Geschäftsjahr habe man erstmals Geld verdient.

Bestes Ergebnis

Do&Co hat im Ende März 2015 abgelaufenen Geschäftsjahr das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf 795 Millionen Euro, das Ergebnis (Ebit) legte um 14,8 Prozent auf 53 Millionen Euro zu. Mit den Marken Do & Co, Demel, Hediard, Henry, Aioli und Big Daddy verfügt die Gruppe über unterschiedliche Marken und unterschiedlichste Absatzkanäle, jedoch gleichzeitig über die Vorteile zentraler Produktions- und Logistikabläufe.

Laut Dogudan sei das Unternehmen in allen Divisionen und Märkten gewachsen. Ende 2015 wird die erste Küche in Asien, in Seoul, eröffnet. (cr, 2.6.2015)

  • Do-&-Co-Chef Attila Dogudan.
    foto: apa/neubauer

    Do-&-Co-Chef Attila Dogudan.

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