Immuntherapie gegen Lungenkrebs

2. Juni 2015, 11:33
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Laut einer Studie überleben Lungenkrebspatienten, die einen Rückfall erleiden, im Schnitt länger, wenn sie mit einem immunstimulierenden Antikörper behandelt werden

Chicago – Untersucht wurden 272 Patienten, die einen Rückfall eines Plattenepithelkarzinoms der Lunge erlitten hatten. Sie wurden mit dem immunstimulierenden Antikörper Nivolumab behandelt und mit dem bisherigen Standard, einer Chemotherapie mit Docetaxel, verglichen. Die immuntherapeutisch behandelte Patientengruppe hatten im Mittel eine deutlich längere Überlebenszeit, so das Ergebnis einer Studie, die auf dem Amerikanischen Krebskongress (ASCO) in Chicago präsentiert wurde..

Die Untersuchung wurde von Forschern des Westdeutschen Tumorzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit der Abteilung Thorakale Onkologie der Ruhrlandklinik durchgeführt.

Weitere klinische Studien

"Dies ist der erste überzeugende Wirkungsnachweis einer Immuntherapie bei Lungenkrebs", meint Studienleiter Wilfried Eberhardt. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass Lungenkrebs neben dem schwarzen Hautkrebs die zweite Erkrankung ist, bei der die neue Klasse der anti-PD1-Antikörper zur Therapie zugelassen wird.

In Chicago wurden weitere Daten präsentiert, die deren Wirksamkeit auch bei anderen Formen von Lungenkrebs demonstrierten."Derzeit prüfen wir in klinischen Studien, wie wirksam immunstimulatorische Antikörper bei verschiedenen, fortgeschrittenen Tumorerkrankungen sind", ergänzt Martin Schuler von der Uniklinik Essen. (red, 2.6.2015)

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