Kanadier eröffnen Bieterrennen um Kaufhof

2. Juni 2015, 10:30
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Der kanadische Handelsriese Hudson's Bay steigt gegen Investor Benko in den Ring und legt ein Angebot auf den Tisch

Düsseldorf - Der kanadische Handelsriese Hudson's Bay hat Insidern zufolge im Rennen um die größte deutsche Warenhauskette Kaufhof seinen Hut in den Ring geworfen. Die Kanadier hätten beim Kaufhof-Mutterkonzern Metro ein erstes, noch unverbindliche Angebot auf den Tisch gelegt, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen zu Reuters am Dienstag. Gespräche mit Metro über das Angebot liefen.

Der österreichische Investor Rene Benko, der mit Karstadt bereits die zweitgrößte deutsche Kaufhauskette besitzt, hat Insidern zufolge bereits ein Angebot für Kaufhof hinterlegt. Benko bietet den Insidern zufolge über seine Signa Holding rund 2,9 Mrd. Euro. Das erste Offert der Kanadier bewege sich ebenfalls in dieser Größenordnung, hieß es. Metro wollte sich nicht dazu äußern, von Hudson's Bay war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Hudson's Bay unterhält in seinem Heimatmarkt Kanada unter anderem 90 Warenhäuser. Zu dem bereits 1670 gegründeten kanadischen Konzern gehört auch die US-Kette Saks Fifth Avenue. Vor kurzem hatte Hudson's Bay deutlich gemacht, an einer Expansion interessiert zu sein. Metro-Chef Olaf Koch hatte Kaufhof zum Verkauf gestellt, weil er für das Warenhaus-Konzept unter dem Dach der Metro keine ausreichenden Expansionschancen sieht. Er will Metro auf die Media-Saturn-Elektromärkte und das Geschäft mit den Großmärkten konzentrieren. Kaufhof betreibt knapp 140 Waren- und Sporthäuser in Deutschland und Belgien. Im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte die Kette einen Umsatz von rund 3,1 Mrd. Euro. (APA, 2.6.2015)

  • Metro-Chef Olaf Koch hatte Kaufhof zum Verkauf gestellt, weil er für das Warenhaus-Konzept unter dem Dach der Metro keine ausreichenden Expansionschancen sieht.
    foto: apa/balk

    Metro-Chef Olaf Koch hatte Kaufhof zum Verkauf gestellt, weil er für das Warenhaus-Konzept unter dem Dach der Metro keine ausreichenden Expansionschancen sieht.

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