Acht Tipps für Erfolg im Home-Office

2. Juni 2015, 10:27
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Anwesenheit im Büro ist nicht gleich Leistung. Diese Erkenntnis setzt sich durch. Mobiles Arbeiten braucht aber Regeln

Die Präsenzkultur in Österreichs Unternehmen weicht kontinuierlich auf. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat bei 25 Prozent der Unternehmen die Anzahl der Home-Office-Angebote zugenommen. Die verbesserte Kreativität und Produktivität sind für die Unternehmen die wichtigsten Vorteile der Telearbeit.

Die aktuelle Arbeitsmarktstudie im Auftrag von Robert Half, für die 100 -Personalmanager (HR) Österreich befragt wurden, zeigt, dass immer mehr Arbeitgeber flexible Arbeitsmodelle anbieten. Ein Viertel der österreichischen HR-Manager geben an, dass in ihrem Unternehmen das Angebot für Home-Office in den vergangenen drei Jahren zugenommen hat. Fast 23 Prozent beobachten zwar auch einen Rückgang dieser Zusatzleistung, doch haben die österreichischen Unternehmen die Vorteile, die mit dem Arbeiten von zu Hause verbunden sind, erkannt und nutzen die positiven Effekte des Teleworkings.

Mobil ist der Trend

"Flexible Arbeitszeiten und Home-Office werden in österreichischen Unternehmen immer beliebter. Vor allem Fach- und Führungskräfte, aber auch die Generation Y, für die die Nutzung neuester Technologien selbstverständlich ist, fordern mehr Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung. Unternehmen, die Home-Office anbieten, punkten bei Bewerbern und erhöhen die Zufriedenheit und Bindung der bestehenden Mitarbeiter", erläutert Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half. "Immer mehr Unternehmen erkennen, dass flexible Arbeitsbedingungen nicht nur im Recruiting zum erfolgskritischen Faktor geworden sind."

Durch die oft ruhigere Umgebung und die dadurch bessere Konzentration auf eine Aufgabe, sehen die österreichischen Personalmanager in einer steigenden Kreativität (50 %) und Produktivität (49 %) die größten Vorteile von Telearbeit. Auch auf die Zusammenarbeit (36 %) und die Effizienz in der Mitarbeiterführung (29 %) wirkt sich Home-Office für viele HR-Manager positiv aus.

Achtung, Anschluss nicht verlieren

Negative Effekte hat das Arbeiten von zu Hause für die HR-Verantwortlichen in erster Linie auf die Kommunikation (42 %). Es ist also wichtig, die Rahmenbedingungen des flexiblen Arbeitens genau festzulegen und verbindlich zu vereinbaren, um bestmögliche Arbeitseffizienz und Work-Life-Balance zu erreichen. Viele Unternehmen haben Richtlinien, die diese Modelle genau beschreiben. "Home-Office-Angebote stellen zwar eine Herausforderung an die Organisation, die Führungskultur und die Zusammenarbeit für die Unternehmen dar - aber eine lohnende für Unternehmen und Mitarbeiter", so Robert Szvetecz.

Acht Tipps für erfolgreiches Home-Office:

Ziele setzen: Klar definierte Arbeitsergebnisse sollten Bestandteil jeder Home-Office-Vereinbarung sein.

Separates Büro: Es sollte eine klare Abtrennung zwischen dem Arbeitsbereich und dem Rest der Wohnung geben. Zudem sollte der private Arbeitsplatz entsprechend vorbereitet und eingerichtet werden.

Strukturierte zeitliche Abläufe: Der Tagesablauf im Home-Office sollte sich an den Abläufen im Büro orientieren, um in Einklang mit den Kollegen zu arbeiten. Das ist eine wichtige Voraussetzung für effizientes Arbeiten. Für die Strukturierung des Arbeitsalltags ist es außerdem hilfreich, eigene Rituale festzulegen – z. B. eine bestimmte Uhrzeit für den Arbeitsbeginn oder die Mittagspause.

Pausen einplanen: Bei aller Konzentration sollte man sich zwischendurch – wie auch im Büro – eine kleine Pause gönnen.

Kontakt mit Kollegen: Den Gesprächsfaden mit den Kollegen lässt man besser nicht abreißen. Telefonisch, per E-Mail oder über Social Media sollte man sicherstellen, durch die Abwesenheit nicht in Vergessenheit zu geraten.

Work-Life-Balance: Auch im Home-Office sollte der Feierabend verbindlich sein. Geben Sie nicht der Versuchung nach, frühmorgens, spätabends und am Wochenende E-Mails zu lesen.

Eignung prüfen: Unternehmen sollten eine Home-Office-Policy festlegen, in der genau definiert ist, wann es möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten, und wie es effektiv umgesetzt werden kann. Diese Richtlinien sollten im Vorfeld zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten besprochen werden.

Klare Kommunikation und Verantwortung: Die räumliche Trennung bei der Heimarbeit macht das Kommunizieren herausfordernder. Die Abstimmung mit den Kollegen und dem Vorgesetzten wird im Home-Office wichtiger – gepaart mit viel Eigenmotivation und -Engagement. (kbau, 2.6.2015)

  • Klingt gut, braucht aber entsprechende Rahmenbedingungen vom Arbeitgeber: Home-Office.
    foto: ap

    Klingt gut, braucht aber entsprechende Rahmenbedingungen vom Arbeitgeber: Home-Office.

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