Hinweise auf russische Verwicklung in der Ukraine verdichten sich

1. Juni 2015, 21:21
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Vizegeneralsekretär für Menschenrechte: "Wachsender Zustrom inoffizieller Kämpfer", "wasserdichter Beweis" fehlt aber

Genf – Die Hinweise auf eine Verwicklung russischer Truppen in den Ukraine-Konflikt verdichten sich nach Angaben der Vereinten Nationen immer stärker. Einen juristisch wasserdichten Beweis für die Teilnahme regulärer russischer Soldaten an den Kämpfen in der Ostukraine gebe es aber bisher nicht, sagte der UN-Vize-Generalsekretär für Menschenrechte, Ivan Simonovic, am Montag in Genf.

"Wir sprechen hier über einen wachsenden Zustrom inoffizieller Kämpfer und sich verdichtenden Hinweisen auf die Beteiligung auch von regulären Soldaten an den Gefechten", sagte Simonovic. Der Nachweis, dass eingesickerte Kämpfer reguläre russische Soldaten sind, sei aber extrem schwer zu führen, räumte auch der Chef der UN-Beobachtermission in der Ukraine, Armen Harutyunyan, ein.

Russland bestreitet eine militärische Verwicklung in den Konflikt im Nachbarland. Bei festgenommenen Kämpfern handle es sich um ehemalige Soldaten, erklärte die Regierung in Moskau stets. Die Regierung in Kiew fürchtet, dass im Osten des Landes die Kämpfe mit pro-russischen Separatisten in den kommenden Monaten wieder deutlich aufflammen könnten. Im Februar wurde im Zuge des Minsker Abkommens eine Waffenruhe vereinbart, die aber immer wieder gebrochen wird. (APA, 1.6.2015)

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