Coface: Weniger Insolvenzen in Osteuropa

1. Juni 2015, 14:16
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Bereits 2014 brachte geringfügigen Rückgang, heuer soll er noch stärker sein

Wien - Der Kreditversicherer Coface ist zuversichtlich, dass die Zahl der Insolvenzen in Osteuropa heuer um sechs Prozent zurückgehen wird. 2014 habe bereits einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent gebracht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das sei der verbesserten Konjunktur zu verdanken.

Wobei der Überblick über die ganze Region der Vielfalt nicht Rechnung trage. Slowenien und Ungarn verbuchten im Vorjahr starke Anstiege der Insolvenzen. "Obwohl Slowenien eine solide BIP-Wachstumsrate von 2,5 Prozent im Jahr 2014 präsentierte, haben sich für die Unternehmen keine sichtbaren Verbesserungen eingestellt", die Insolvenzen stiegen um 44,7 Prozent auf das höchste Niveau in der gesamten CEE-Region, schreibt Coface. In Ungarn führten unter anderem die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen zu einem Anstieg der Insolvenzen um 29,4 Prozent. In Serbien fielen die Insolvenzen hingegen um 43,8 Prozent, in Rumänien um 28 Prozent.

Auch wenn es in Summe einen Rückgang gegeben habe, gingen doch über 65.000 Firmen in Zentraleuropa pleite. Die bessere Inlandsnachfrage habe nicht gereicht, um die Insolvenzen auf ihr Vor-Krisen-Niveau zu bringen. Aber wenn die Wirtschaft wie vorhergesagt um 2,7 Prozent wächst, "sind wir überzeugt, dass sich der Abwärtstrend der Insolvenzen fortsetzt". (APA, 1.6.2015)

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