ORF-Redakteursrat kritisiert Hearings im ORF: "Nicht nachvollziehbar"

1. Juni 2015, 12:03
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"Am Ende gewinnt offenbar immer der Kandidat, den sich die Geschäftsführung wünscht"

Wien - Kurzfristig getauschte Juroren, ein überraschender Sieger und offenbar kaum inhaltliche Kriterien: Das ORF-interne Hearing für den Radio-Wirtschaftsressortleiter am vorigen Mittwoch und der STANDARD-Bericht darüber lässt die Redakteursvertretung neuerlich solche internen Bewerbercastings für Führungsjobs kritisieren.

Dieter Bornemann, Vorsitzender des ORF-Redakteursrats, erinnert auf Anfrage: "Die Redakteursvertretung hat schon mehrfach diese Form von Hearings kritisiert."

"Da mag man nicht an Zufälle glauben"

Was meint Bornemann mit "diese Form"? Der Sprecher der ORF-Redakteure: "Kriterien und Besetzung sind nicht nachvollziehbar und am Ende gewinnt offenbar immer der Kandidat, denn sich die Geschäftsführung wünscht. Da mag man nicht an Zufälle glauben." (red, 1.6.2015)

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