Rassismus-Vorwürfe wegen Cola-Dose für Muslima in USA

1. Juni 2015, 11:57
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Sprecher der Fluglinie spricht von Missverständnis

Washington - Die US-Fluggesellschaft United Airlines steht in der Kritik, weil ein Flugbegleiter einer Muslima auf einem Inlandsflug eine Dose Cola verweigert haben soll. Die junge Frau hatte am Wochenende aus hygienischen Gründen eine ungeöffnete Dose verlangt und diese nicht erhalten - mit dem Hinweis, sie könnte sie als Waffe einsetzen, wie der Sender CNN am Montag berichtete.

Ihr Sitznachbar habe jedoch eine geschlossene Bierdose bekommen, beschrieb die Frau die Situation auf Twitter.

Boykottaufrufe

Die 31-Jährige arbeitet als Kaplanin für interkonfessionellen Dialog an der Northwestern University in Chicago und trägt in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Nachdem der Vorfall auf Twitter bekannt wurde, werden Boykottaufrufe gegen die Airline laut. United Airlines sprach Medienberichten zufolge in einer Mitteilung von einem "Missverständnis", was die Wissenschaftlerin als "Trivialisierung" des Vorfalls ablehnt. (APA, 1.6.2015)

  • Ein Sprecher von United Airlines spricht von einem Missverständnis.
    foto: reuters/toru hanai

    Ein Sprecher von United Airlines spricht von einem Missverständnis.

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