ROG begrüßt UNO-Sicherheitsratresolution zum Schutz von Journalisten

1. Juni 2015, 10:45
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Höchstes UNO-Gremium rief zu Freilassung inhaftierter Journalisten auf - Weltweit wurden heuer 25 Journalisten wegen ihres Berufs getötet

New York/Wien - Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die jüngste Resolution des UNO-Sicherheitsrats zum Schutz von Journalisten in bewaffneten Konflikten am Montag in einer Aussendung begrüßt. Am Donnerstag hatte das höchste UNO-Gremium einstimmig alle Staaten aufgerufen, ihrer Pflicht zum Schutz von Journalisten in bewaffneten Konflikten nachzukommen. Medienvertreter dürften nicht bei ihrer Arbeit behindert werden.

UNO-Friedenstruppen haben laut Resolution die Pflicht, regelmäßig über die Sicherheit von Journalisten in Kriegssituationen zu berichten. Außerdem betonte der UNO-Sicherheitsrat die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs bei der Bekämpfung der Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten. Alle derzeit in Krisengebieten festgehaltenen Journalisten müssten "sofort und ohne Bedingungen" freigelassen werden, hatten die 15 Mitglieder des Rates gefordert.

"Wichtiges Signal"

"Dieser Beschluss ist ein wichtiges Signal für den Willen der Völkergemeinschaft, Journalisten in Zukunft mehr zu schützen", so Rubina Möhring, Präsidentin von ROG Österreich. "Wir müssen jetzt Mechanismen schaffen, um die völkerrechtliche Pflicht der Staaten zum Schutz von Journalisten auch durchzusetzen."

In der Sitzung des Sicherheitsrats hatte der Generalsekretär von ROG (RSF) International, Christophe Deloire, die Forderung bekräftigt, wegen der Verbrechen an Journalisten in Syrien und dem Irak den Internationalen Strafgerichtshof einzuschalten. Allein im Syrien-Krieg sind laut ROG bisher mindestens 45 hauptberufliche Journalisten und 130 Bürgerjournalisten getötet worden, im Irak seit 2013 mehr als 15 Journalisten. Weltweit seien heuer schon mindestens 25 Journalisten wegen ihres Berufs getötet worden. (APA, 1.6.2015)

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