Al-Kaida bekennt sich zu Anschlägen auf UN-Mission in Mali

1. Juni 2015, 08:20
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Raktenangriff am 25. Mai auf einen UN-Stützpunkt im Norden des Landes

Bamako - Das Terrornetzwerk Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich laut einem Agenturbericht zu den beiden jüngsten Anschlägen auf die UN-Mission in Mali (MINUSMA) bekannt. AQMI stecke hinter dem Raketenangriff auf einen MINUSMA-Stützpunkt am 25. Mai im Norden des Landes, berichtete die private Nachrichtenagentur Al-Akhbar am Sonntag unter Berufung auf den AQMI-Sprecher Abderrahmane Al-Azawadi.

Auch zu der Explosion einer Mine auf einen MINUSMA-Konvoi im Norden des Landes habe sich das Terrornetzwerk in einem Anruf seines Sprechers bekannt. Al-Akhbar veröffentlicht regelmäßig Verlautbarungen der Jihadisten.

Bei dem Raketenangriff waren vor einer Woche ein UN-Blauhelmsoldat aus Bangladesch getötet und ein weiterer verletzt worden. Bei der Attacke auf den MINUSMA-Konvoi gab es laut AQMI-Sprecher drei Todesopfer. Die UN-Mission hatte hingegen mitgeteilt, drei Blauhelmsoldaten aus Burkina Faso seien verletzt worden. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus der MINUSMA, dass auch der dänische MINUSMA-Kommandant Michael Lollesgaard und der dschibutische MINUSMA-Polizeichef Awale Abdounasir in dem Konvoi unterwegs waren.

Eine der gefährlichsten UN-Missionen

Die etwa 11.000 Mann starke MINUSMA gilt als eine der gefährlichsten UN-Missionen in der Welt. Seit dem Jahr 2013 wurden bereits mehr als 40 Blauhelmsoldaten getötet. Meist ereignen sich die Anschläge im Norden Malis, wo Islamisten und Tuareg-Rebellen sich mit Gewalt Macht und Einfluss zu sichern versuchen. Auch in Bamako gab es zuletzt aber vermehrt Angriffe.

Im Jänner 2013 hatte die ehemalige Kolonialmacht Frankreich militärisch in Mali eingegriffen, um das Vorrücken der Islamisten und Rebellen vom Norden in den Süden des Landes zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die MINUSMA. (APA, 1.6.2015)

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