UNO: Brauchen 500 Millionen Dollar für Hilfseinsätze im Irak

1. Juni 2015, 08:13
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Treffen der internationalen Anti-IS-Koalition am Dienstag in Paris

Paris - Angesichts des anhaltenden Konflikts mit der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) wollen die Vereinten Nationen zu Hilfen in Höhe von 500 Millionen Dollar (454 Millionen Euro) aufrufen. "Die humanitäre Lage im Irak grenzt an eine Katastrophe", erklärte der Vertreter des UN-Kinderhilfswerks UNICEF im Irak, Philippe Heffinck, am Montag in Paris.

Acht Millionen Iraker seien dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dies gelte insbesondere für die rund drei Millionen Menschen, die seit Juni 2014 vor den IS-Kämpfern geflohen seien.

Hilfseinsätze durch Kämpfe behindert

Die Hilfseinsätze im Irak würden durch die anhaltenden Kämpfe behindert, kritisierte Heffinck. Außerdem bestehe die Gefahr, dass einige Hilfseinsätze aus Geldnot eingestellt werden müssten. Daher würden alle humanitären Organisationen im Irak am Donnerstag in Brüssel einen Hilfsappell starten. Mit den geforderten 500 Millionen Euro sollten die Hilfseinsätze in den kommenden sechs Monaten gesichert werden, hieß es in der UNICEF-Mitteilung.

Am Dienstag sollten in Paris rund 20 Außenminister der internationalen Anti-IS-Koalition zusammenkommen. Dem Bündnis aus insgesamt etwa 60 Ländern bereitet der jüngste Vormarsch des IS Sorgen, bei dem die Jihadisten bedeutende Siege etwa im irakischen Ramadi und im syrischen Palmyra errangen. (APA, 1.6.2015)

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