33 Betriebe erhielten 2014 mehr als 1 Millionen Euro EU-Agrarförderung

31. Mai 2015, 14:28
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Laut Transparenzdatenbank insgesamt 130.124 Förderfälle - Telekom Austria bekam 2,3 Millionen Euro für Verbesserungen der Informations- und Kommunikationstechnologie

Wien - 33 Betriebe und Vereine in Österreich haben 2014 mehr als 1 Millionen Euro an EU-Agrarförderungen erhalten, geht aus der am Sonntag veröffentlichen Transparenzdatenbank hervor.

Laut www.transparenzdatenbank.at gab es im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU im EU-Budgetjahr 2014 (16.10.2013 - 15.10.2014) insgesamt 130.124 Förderfälle in Österreich.

Die höchste Fördersumme erhielt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit 24,2 Millionen Euro als "technische Hilfe" für die Umsetzung des Programmes für die Ländliche Entwicklung. Der Waldpflegeverein Tirol - ein Verein zur gemeinsamen Förderabwicklung der Waldbesitzer - bekam mit 4,1 Millionen Euro die zweithöchste Fördersumme, gefolgt von der Erzeugerorganisation Obst Partner Steiermark Gmbh mit 3,2 Millionen Euro und der GRM Genuss Regionen Marketing Gmbh mit 2,8 Millionen Euro.

Förderung auch an A1

Ebenfalls in den Top 10 der Förderbezieher sind die Nahwärme Eugendorf Gmbh (2,6 Millionen Euro), Agrarmarkt Austria Marketing Gesmbh (2,6 Millionen Euro), Österreich Wein Marketing Gmbh (2,5 Millionen Euro), A1 Telekom Austria AG (2,3 Millionen Euro), Ländliches Fortbildungsinstitut (LFI) (2,2 Millionen Euro) und die LGV-Frischgemüse Wien (2,1 Millionen Euro).

Die A1 Telekom Austria hat EU-Agrarförderungen für "Grundleistungen für die Wirtschaft und ländliche Bevölkerung" erhalten. "Im Rahmen dieser Maßnahme werden die Verbesserung von Dienstleistungen für die Grundversorgung, wie beispielsweise der Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vor Ort und die Durchführung von Investitionen gefördert", heißt es in der Transparenzdatenbank.

Aufgrund eines EuGH-Entscheids durften aus Datenschutzgründen ab 2012 nur mehr Agrarförderungen an einzelne Unternehmen (juristische Personen), aber nicht Förderungen an einzelne Bauern veröffentlicht werden. Seit heuer ist wieder die namentliche Veröffentlichung jener Personen möglich, deren jährliche Zahlungen 1.250 Euro übersteigt.

700 Millionen jährlich

Im Rahmen der 1. Säule der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (Marktordnung) werden Bauern und Betriebe in Österreich mit rund 700 Millionen Euro jährlich gefördert. Bei der Ländlichen Entwicklung (2. Säule der GAP) gibt es jährlich rund 1 Milliarden Euro (davon jeweils die Hälfte EU- sowie nationale Mittel) an Förderungen. (APA, 31.5.2015)

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