Mindestens 21 Tote bei Angriff auf Busse in Pakistan

30. Mai 2015, 16:29
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Großfahndung nach Tätern in Unruheprovinz eingeleitet

Quetta - Bei einem Überfall auf zwei Busse im Südwesten Pakistans sind nach jüngsten Angaben mindestens 21 Fahrgäste erschossen worden. Die bewaffneten Angreifer zwangen die Fahrer am Freitagabend zum Anhalten und brachten mehr als zwei Dutzend Passagiere in ihre Gewalt, wie Behördenvertreter in der Provinz Baluchistan mitteilten.

Sicherheitskräfte hätten sich anschließend einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert und fünf Passagiere befreit. Die Busse waren den Angaben zufolge auf dem Weg in die südpakistanische Hafenstadt Karachi, als sie im Bezirk Mastung südlich der Stadt Quetta angehalten wurden. Zunächst waren die Behörden von 19 Opfern ausgegangen. Ein Passagier erlag jedoch in der Nacht seinen Verletzungen. Später wurde außerdem eine weitere Leiche am Tatort entdeckt, wie die Bezirksverwaltung von Mastung am Samstag mitteilte.

Zwei Angreifer getötet

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der Innenminister von Baluchistan, Sarfaraz Bugti, sagte der Nachrichtenagentur AFP, an dem Überfall seien 15 bis 20 Bewaffnete beteiligt gewesen. "Zwei Terroristen wurden getötet", sagte Bugti am Samstag. Ihre mutmaßlichen Komplizen seien auf der Flucht. Es sei eine Großfahndung mit 500 Einsatzkräften und vier Hubschraubern eingeleitet worden.

In Quetta versammelten sich etwa 800 Angehörige der Opfer vor der Residenz des Regierungschefs von Baluchistan, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sie beendeten ihre knapp zehnstündige Protestaktion erst, als ihnen zugesichert wurde, dass die Täter gefasst würden und die Familien der Businsassen eine Entschädigung erhielten.

In der an Afghanistan angrenzenden Provinz Baluchistan kämpfen bewaffnete Gruppen für mehr Autonomie. Außerdem verüben dort immer wieder islamistische Aufständische Gewalttaten. Die größte Provinz Pakistans ist reich an Bodenschätzen. Ihre sieben Millionen Einwohner werfen der Zentralregierung seit langem vor, um ihren Anteil am Reichtum betrogen zu werden. (APA, 30.5.2015)

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