US-Senator McCain warnt vor Abzug aus Afghanistan

30. Mai 2015, 12:45
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"Der Konflikt in Afghanistan ist weit von einem Ende entfernt"

Singapur/Kabul/Washington – US-Senator John McCain hat eindringlich vor dem geplanten Abzug der US-Truppen aus Afghanistan gewarnt. Er begründete das am Samstag auf einer internationalen Sicherheitskonferenz in Singapur mit den Erfahrungen im Irak, wo nach dem Abzug der US-Truppen der Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begann. "Wir werden dort (in Afghanistan) den selben Film sehen", sagte McCain.

"Der Konflikt in Afghanistan ist weit von einem Ende entfernt", so McCain. Die NATO hat ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende vergangenen Jahres formell beendet und eine neue Mission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte begonnen, die zunächst bis nächstes Jahr geplant ist. Ob und wie viele ausländische Soldaten dann noch im Land bleiben, ist völlig offen.

McCain bekräftigte auch seine Forderung nach einer Bekämpfung des IS mit Bodentruppen. "Der Status quo gefällt mir nicht. Wir gewinnen nicht", sagte der frühere Präsidentschaftskandidat für die Republikaner. "Wir brauchen Luftschläge, wir brauchen zusätzliche Bodentruppen, und wir müssen unsere vielfältigen militärischen Vorteile nutzen." Präsident Barack Obama lehnt die Entsendung von Bodentruppen für den Kampf gegen den IS im Irak und in Syrien ab. (APA, 30.5.2015)

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