Gute Woche - Schlechte Woche: Schweiz, Sultan, weibliche Frauen

30. Mai 2015, 12:00
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Gute Woche

Die Schweiz, bis vor kurzem eine Trutzburg, deren Bewohner ihr Schwyzerdütsch mit Diskretion und einem Sauberkeitsfimmel zu tarnen suchten, legen ein Entwicklungssprüngli hin: Amtshilfe bei der Festnahme von Fifa-Funktionären in Zürich, Veröffentlichung der Namen von mutmaßlichen Steuersündern - fehlt nur noch, dass die Eidgenossen unpünktlich werden.

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Dafür sind die heimischen Akademiker wieder friedlich. Nachdem die Rektoren-Nachbesetzungen an Musik- und Med-Uni eher an einen Team-Stronach-Parteitag erinnert haben, ist im Elfenbeinturm endlich Ruhe eingekehrt.

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Ruhe herrscht auch beim deutschen Fußballnationalteam der Frauen. Letzteres wurde mittels eines Geschlechtstests überprüft. Die Teammanagerin resümierte nach Bekanntgabe des Ergebnisses messerscharf: "Unsere Spielerinnen sind alle weiblich."

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Schlechte Woche

Reflexartig protestieren mittlerweile Bürgermeister gegen die Einrichtung neuer Flüchtlingsunterkünfte - und bringen damit unzählige Privatinitiativen in Misskredit. Hey, Ortschefs: Hier geht's nicht um Parteipolitik, sondern um Menschlichkeit.

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Apropos Unterkunft: Der respektable Amtssitz des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (1100 Zimmer, 500 Millionen Euro Kosten) verfügt über keine Baugenehmigung. Der Sultan residiert ab sofort in einem Schwarzbau. Aber was kümmern einen Sultan-Gesetze.

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Seuchenhaft verbreiten sich Emojis, diese Lach- und Sachfratzen, in der Mobilkommunikation. Blöd nur, dass die Symbole oft falsch gedeutet werden, beklagt das Norm-Konsortium Unicode. Gut möglich angesichts der allgemeinen Verwirrung, dass Emoji demnächst als Fremdsprache unterrichtet wird. (sts, 30.5.2015)

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