Israel bleibt FIFA-Mitglied

29. Mai 2015, 15:47
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Zürich - Israel bleibt Mitglied des Fußball-Weltverbands FIFA. Der palästinensische Verband PFA zog seinen Antrag auf Ausschluss des israelischen Verbands IFA kurz vor der Abstimmung beim 65. FIFA-Kongress am Freitag in Zürich zurück. Stattdessen wurde der Kongress zu einer Abstimmung über eine Kommission aufgefordert, welche die angeblichen Vergehen Israels untersuchen soll. Dieser Vorschlag wurde mit klarer Mehrheit angenommen.

Hintergrund der Auseinandersetzung der Verbände im Nahen Osten sind vermeintliche Restriktionen und Schikanen bei der Reisefreiheit palästinensischer Spieler und Offizieller sowie Rassismus-Vorwürfe. FIFA-Präsident Blatter hatte in den vergangenen Wochen vergeblich versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln.

Die PFA wirft der IFA zahlreiche Repressionen vor. Palästinensischen Spielern und Offiziellen soll systematisch die Reisefreiheit genommen worden sein, zudem geht es um fünf in den besetzten Gebieten beheimatete Klubs (im Westjordanland), die in der israelischen Liga spielen. Die Palästinenser wollen das nicht zulassen.

"Es ist der völlig falsche Weg, einen politischen Konflikt zwischen zwei Ländern über den Fußball auszutragen", hatte DFB-Präsident Wolfgang bereits vor dem Kongress gesagt. Jibril M. Rajoub, der Präsident des palästinensischen Verbandes, sagte, er habe sich von den Argumenten seiner Kollegen überzeugen lassen. Der israelische Vertreter zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Fußball müsse eine Brücke zum Frieden bauen.

Am Montag hatte erneut auch das FIFA-Exekutivkomitee deutlich gemacht, dass "ein FIFA-Mitgliedsverband nicht suspendiert werden sollte, wenn er nicht gegen die FIFA-Statuten verstoßen hat".

Am Ende schüttelten sich Rajoub und Israels Verbandspräsident Ofer Eini die Hand.(sid/red - 29.5. 2015)

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