Wohnen, Arbeiten und Einkaufen statt Gefängnis

1. Juni 2015, 09:41
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Die Hypo NÖ gestaltet das alte Justizzentrum zum "Karrée Korneuburg" um

2012 übersiedelte das Landesgericht Korneuburg samt Gefängnis vom Zentrum ins neu errichtete Justizzentrum am Stadtrand. Das alte denkmalgeschützte Gebäude beim Rathaus soll nun von der Hypo NÖ (und gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft bzw. deren Tochter ARE) umgebaut und mit ein paar Neubauten zum "Karrée Korneuburg" erweitert werden. Nach einigen politischen Querelen zu Beginn steht dem Projekt nun nichts mehr im Wege. Ende März wurde die Änderung des Bebauungsplans im Gemeinderat beschlossen. Nun läuft das Verfahren für die Baugenehmigung. Baubeginn könnte somit möglicherweise noch heuer sein, die Fertigstellung wäre dann schon für 2017 geplant.

Das Gefängnis wurde bereits abgerissen, an seiner Stelle sollen zwei- bis viergeschoßige Wohngebäude treten. Darunter sind mehrere Parkdeckebenen mit insgesamt 190 Stellplätzen vorgesehen. Das unter Denkmalschutz stehende alte Gerichtsgebäude mit L-förmigem Baukörper wird modernisiert.

Wohnen, Arbeiten, Shoppen

Vorgesehen ist eine gemischte Nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. 65 Wohneinheiten sind geplant, wobei allerdings noch nicht klar ist, wie sie vermarktet werden - als Miet- oder Eigentums- bzw. Vorsorgewohnungen. Größen von 50 bis 140 m² sehen die Pläne jedenfalls vor, berichtet Hypo-Sprecherin Elisabeth Dock. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 33 Millionen Euro belaufen.

Die Hypo NÖ betreibt in Korneuburg noch ein weiteres Projekt, allerdings nicht in derart exponierter Innenstadtlage, sondern am nordöstlichen Siedlungsrand am Areal der ehemaligen Gardena-Zentrale (Stettnerweg). Hier ist eine Wohnhausanlage mit 96 Wohneinheiten beziehungsweise insgesamt 7700 m² Wohnnutzfläche geplant.

Der Abbruch der alten Halle läuft seit Anfang Mai, gebaut werden soll hier ebenfalls noch heuer - vorausgesetzt, die behördlichen Bewilligungen werden erteilt. Anrainer, die erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchten, wehren sich aber dagegen. (mapu, 31.5.2015)

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