Asylquartiere: Jeweils sechs neue Zelte in Linz und Salzburg

29. Mai 2015, 14:35
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Wegen Überlastung in Traiskirchen - Auch neue Standorte nicht ausgeschlossen

Wien – Steigende Flüchtlingszahlen und die damit verbundene Überlastung des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen führen nun zur Aufstellung weiterer Zelte. An den Standorten Linz und Salzburg werden jeweils sechs zusätzliche Zelte für gesamt 48 Personen errichtet, hieß es Freitagnachmittag aus dem Innenministerium. Damit stehen insgesamt jeweils 30 Zelte, dazu noch zwölf in Thalham.

Mit 321 Anträgen war am Donnerstag ein neuer Tages-Höchststand erreicht worden. Da in Traiskirchen selbst die absolute Maximal-Belegszahl von 1.820 zeitweise überschritten wird durch Flüchtlinge, die direkt in der Erstaufnahmestelle erscheinen, werden jetzt wieder Not-Maßnahmen gesetzt.

Weitere Standorte im Gespräch

Die zwölf Zelte, die am Wochenende stehen sollen, dürften dabei nicht die letzte Unterkunft dieser Art sein. Überlegt werden dem Vernehmen nach weitere Standorte für Zeltstädte. Zudem hofft man unverändert auf die vom Verteidigungsministerium offerierten Kasernen. Allerdings dürften diese nicht sofort beziehbar sein, sondern Umbauarbeiten notwendig seien. Genaueres dazu sollte man am Montag wissen.

Zumindest mitverantwortlich für die Quartiersnot sind jedenfalls die Länder. Bereits mehr als 1.500 Flüchtlinge, die zum Asylverfahren zugelassen wurden, warten darauf, von den für sie zuständigen Ländern übernommen zu werden. Freilich ist es tatsächlich schwierig, die Situation kurzfristig zu beruhigen. Denn der Mai 2015 wird mit über 6.000 Asylanträgen der stärkste Monat seit Beginn der Statistiken sein. (APA, 29.5.2015)

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