Kanadische Sängerin mit Sohn aus Flugzeug geworfen

29. Mai 2015, 13:54
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Fluglinie machte Sicherheitsbedenken geltend

Montreal - Die US-Fluglinie United Airlines hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil sie die kanadische Sängerin Sarah Blackwood wegen des Geschreis ihres zweijährigen Sohns aus dem Flugzeug verbannte. "Ich bin gerade von einem Flug von United verwiesen worden, weil mein Sohn schrie", teilte die 34-jährige schwangere Sängerin der Band Walk off the Earth auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

"Offensichtlich stellte mein zweijähriger Bub eine große Bedrohung dar", twitterte die Sängerin. Wie der Passagier Paul William Moore berichtete, war die Maschine auf dem Flughafen von San Francisco bereits auf dem Weg zum Start, kehrte dann aber um, damit Blackwood und ihr Sohn wieder aussteigen konnten - obwohl dieser zwischenzeitlich eingeschlafen war. "Wir waren alle schockiert über das übertriebene und wenig professionelle Verhalten sowie den Mangel an Feingefühl eines Mitglieds Ihrer Besatzung", schrieb Moore auf Facebook.

"Im Interesse der Sicherheit"

Die Fluglinie Skywest Airlines, die den Flug im Auftrag von United ausführte, erklärte am Donnerstag zu ihrer Verteidigung, der Bub sei nicht wie vorgeschrieben zum Start auf seinem Platz sitzen geblieben, sondern im Gang herumgelaufen. Deshalb hätten er und seine Mutter "im Interesse der Sicherheit" der anderen Passagiere das Flugzeug verlassen müssen.

Im Internet sorgte der Vorfall für Empörung. "Sie schmeißen Kinder aus Ihren Flügen (...), ich bin sicher, dass sobald keiner mehr mit Ihnen reisen wird", schrieb etwa Andrew Roy auf der Facebook-Seite von United. Auch andere riefen zum Boykott auf. Dagegen äußerte ein Internet-Nutzer Verständnis für die Fluglinie: "Wenn Ihr Eure kleinen Monster nicht bändigen könnt, bleibt zu Hause und bemüht euch, bessere Eltern zu sein", schrieb er. (APA, 29.5.2015)

  • "Wir waren alle schockiert über das übertriebene und wenig professionelle Verhalten sowie den Mangel an Feingefühl eines Mitglieds Ihrer Besatzung", schrieb ein Passagier auf Facebook.
    foto: reuters/louis nastro

    "Wir waren alle schockiert über das übertriebene und wenig professionelle Verhalten sowie den Mangel an Feingefühl eines Mitglieds Ihrer Besatzung", schrieb ein Passagier auf Facebook.

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