UIAG bleibt auf Akquisitionskurs

29. Mai 2015, 13:13
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Quartalsgewinn sank auf Normalhöhe

Wien/Wels/Wiener Neudorf - Die oberösterreichische Beteiligungsfirma Unternehmens Invest AG (UIAG) des Unternehmers Rudolf Knünz bleibt auf Akquisitionskurs. Aufgrund der vorhandenen Liquidität - zuletzt 41 Mio. Euro - suche und prüfe man laufend neue Zukaufsmöglichkeiten, erklärte die börsenotierte Gesellschaft am Freitag. Ungeachtet dessen prüfe man aber auch weiterhin Verwertungsoption für bestehende Beteiligungen.

Zukäufe

Zuletzt hatte die UIAG im April und im Mai die Mehrheiten an zwei heimischen Mittelständlern erworben, dem Messtechnik-Spezialist MLU Monitoring für Leben und Umwelt GmbH und dem Auto-Leichtbaukomponenten-Hersteller Begalom GmbH. MLU setzte zuletzt mit 31 Mitarbeitern 7,6 Mio. Euro um, Begalom mit 49 Leuten fünf Mio. Euro. Am börsenotierten Rennsport- und Luftfahrtausrüster Pankl Racing hält man 10,1 Prozent und erhielt daraus im April 191.000 Euro Dividende; Pankl setzte heuer bis März 46,7 Mio. Euro um, fast ebenso viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der IT-Dienstleister All for One Steeb AG, an dem die UIAG mit 25,07 Prozent beteiligt ist, steigerte im 1. Geschäftshalbjahr 2014/15 (per 31.3.) den Umsatz um 10 Prozent auf 120,3 Mio. Euro und das EBIT um 39 Prozent auf 10,3 Mio. Euro, teilte die UIAG am Freitag in ihrem Quartalsfinanzbericht mit.

Projektverschiebungen im Pipelinebau

Der Seilbahn- und Pipeline-Bauer LCS Holding GmbH (30,0 Prozent UIAG-Anteil) steigerte heuer im 1. Quartal den Umsatz auf 7,7 Mio. Euro, allerdings würden die Projektverschiebungen im Pipelinebau aufgrund des niedrigen Öl- und Gaspreises 2015 zu einem reduzierten Jahresumsatz führen. In Kanada geplante Projekte hätten sich nämlich großteils ins Geschäftsjahr 2016 verschoben.

Beim Anhänger-Spezialist Pongratz Trailer-Group, der zu 99 Prozent der UIAG gehört, wurde der Beteiligungsgesellschaft zufolge "die Restrukturierung im ersten Quartal weiterhin konsequent vorangetrieben", doch hätten Sonderkosten durch die Übersiedlung nach Modra (Slowakei) und den Produktionsanlauf der verlagerten Serien zusätzlich belastet. Zudem wurde der Umsatz durch den im 1. Quartal leicht rückläufigen Pkw-Anhänger-Markt (Österreich -4,5 Prozent) gedämpft, heißt es.

Umsatz sinkt

Die UIAG-Umsatzerlöse sanken im 1. Quartal auf 4,0 (4,4) Mio. Euro, die aus der Pongratz-Beteiligung stammen. Nach Aufwendungen bzw. Kosten für Herstellung, Vertrieb, F&E sowie Verwaltung blieb ein negatives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von -813.000 Euro (nach positiven 1,4 Mio. Euro ein Jahr davor). Vor Steuern betrug das Ergebnis 589.000 Euro (nach 3,2 Mio.), unterm Strich blieb ein Periodenergebnis von 598.000 Euro (3,0 Mio. Euro). Nach einmalig angefallenen positiven Erstkonsolidierungseffekten von 2,5 Mio. Euro Anfang 2014 habe sich diese Kennzahl nun plangemäß normalisiert. Die Konzern-Gesamtrechnung weist ein Gesamtquartalsergebnis von 1,1 (3,0) Mio. Euro aus, 0,14 (0,70) Euro/Aktie. Am Donnerstag notierten die Titel mit 23,25 Euro, bei 4,25 Mio. Aktien war die UIAG damit an der Börse mit 98,8 Mio. Euro bewertet. Die liquiden Mittel im Konzern werden im Quartalsbericht per 31.3. mit 41,2 (2,8) Mio. Euro beziffert. (APA, 29.5.2015)

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