Spieß umgedreht: Startup-Jury am Pioneers Festival wird geroastet

29. Mai 2015, 12:00
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Präsentation eines programmierbaren Sexspielzeugs begeisterte das Publikum

Am Pioneers Festival in der Hofburg wurde Donnerstag Nachmittag besonders heiß diskutiert. Beim Format "Roasted!" stellten mehrere Startups der Jury und den Besuchern ihre Projekte in einem kurzen Pitch vor. Die Aufgabe der Jury war es, die Ideen anschließend auseinanderzunehmen – und dabei nicht unbedingt zimperlich mit ihnen umzugehen. Den Spieß umgedreht hat jedoch das Startup MysteryVibe, das sofort die Gunst des Publikums auf seiner Seite hatte. Sie stellten ihr programmierbares Sexspielzeug "Crescendo" vor.

Per App steuerbarer Vibrator

Bei "Crescendo" handelt es sich um einen Vibrator, dessen sechs Motoren sich kabellos über eine Smartphone-App steuern und programmieren lassen. Anwender können sich so eine personalisierte Vibration erstellen und auch mit der Welt teilen. Das Konzept wurde so souverän präsentiert, dass die Jury keine Chance hatte, dem Kandidaten einzuheizen. Auf Kritik wurde wortgewandt gekontert, das Publikum war sofort auf der Seite des Startups.

Die Jury wurde geroastet

Die Besucher der Veranstaltung konnten parallel zu den Pitches über die offizielle Pioneers-App an einer Abstimmung teilnehmen. Das Ergebnis bei MysteryVibe war recht eindeutig: Bis zu 80 Prozent gaben "Grillmeister, IHR werdet gerade geroastet!" an. Auch Fragen konnten über die App eingesandt werden. Die beliebteste war dabei, ob es denn eine Live-Demo von Crescendo geben wird – ein Hinweis auf die lockere Stimmung auf der Veranstaltung.

Bei den übrigen Kandidaten, darunter ein Nahrungsmittelersatz ähnlich zu Soylent, hatte die Jury leichteres Spiel. Die Startups bekamen ganz schön ihr Fett weg – vielleicht nicht immer ganz fair, für das Publikum war "Roasted!" dafür umso unterhaltsamer. Der Saal in der Hofburg war komplett überfüllt. (Martin Wendel, derStandard.at, 29.5.2015)


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