Menschenhandel: Europarat kritisiert Ungarn scharf

29. Mai 2015, 08:16
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Expertengruppe wirft Budapest mangelnden Schutz von Armen vor

Straßburg – Der Europarat hat Ungarn zu einem schärferen Vorgehen gegen Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung von Frauen und Zwangsarbeit aufgefordert. Die Expertengruppe Greta der Staatenorganisation wirft der Regierung in Budapest vor, Bewohner armer Gebiete nicht ausreichend vor organisiertem Menschenhandel zu schützen. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Freitag in Straßburg vorgestellt werden soll.

"Zwangsprostituierte werden auch nach Deutschland, in die Niederlande und nach Großbritannien gebracht", sagte die irische Greta-Berichterstatterin Siobhán Mullally der Deutschen Presse-Agentur. Das Gremium prüft in regelmäßigen Abständen die Situation in den 43 der 47 Europaratsstaaten, die der Konvention gegen Menschenhandel beigetreten sind. (APA, 29.5.2015)

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