Jemen: Mindestens 40 Rebellen in Aden getötet

29. Mai 2015, 13:45
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Amnesty fordert von Konfliktparteien Schutz der Zivilbevölkerung

Aden – Bei Luftangriffen und Bodenoffensiven gegen die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten sind in Jemens zweitgrößter Stadt Aden mindestens 40 Aufständische getötet worden. Die Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens habe am Donnerstag bei Luftangriffen mehrere Fahrzeuge und Kontrollposten der Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten zerstört, sagte Adens Vize-Gouverneur Naef al-Bakri.

Außerdem habe es am Boden Kämpfe gegeben. Die jemenitischen Kämpfer, die die Huthi-Rebellen bekämpfen, seien mit zusätzlichen Waffen ausgerüstet worden.

Eine Quelle aus dem Umfeld der Houthi-Milizen bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass diese "schwere Verluste" erlitten hätten. Der Chef der Gesundheitsbehörde von Aden, Al-Cheder Lassuar, erklärte, binnen zwei Tagen seien bei Kämpfen mindestens 19 Zivilisten und gegen die Huthis vorgehende Kämpfer getötet worden.

In Jemens Hauptstadt Sanaa griff die arabische Militärkoalition einen Stützpunkt und ein Waffendepot der Rebellen an. Ein ähnlicher Einsatz in dem Gebiet hatte im April eine Reihe von Explosionen ausgelöst, durch die 38 Zivilisten ums Leben kamen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf den Huthi-Rebellen und ihren Verbündeten am Donnerstag vor, Luftabwehrgeschosse in Wohngebieten abzufeuern und damit Zivilisten zu töten oder zu verstümmeln. Beide Konfliktparteien ergriffen nicht die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und verstießen damit gegen internationales Recht, erklärte Amnesty. Die Organisation forderte die arabische Militärkoalition auf, "alle machbaren Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die Risiken für Zivilisten zu minimieren, wie es das internationale humanitäre Recht fordert".

Die Militärkoalition fliegt seit dem 26. März Luftangriffe im Jemen, um den Huthi-Vormarsch zu stoppen und dem nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu verhelfen. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt im Jemen bisher fast 2.000 Menschen getötet und 8.000 weitere verletzt. (APA, 29.5.2015)

  • In diesem Haus wohnte Huthi-Kommandant Ali Haidar
    foto: reuters/khaled abdullah

    In diesem Haus wohnte Huthi-Kommandant Ali Haidar

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