Weitere Republikaner bewerben sich um US-Präsidentschaft

28. Mai 2015, 19:34
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Santorum und Pataki werfen Hut in den Ring

Washington - Mit dem erzkonservativen Rick Santorum und dem gemäßigten George Pataki haben zwei weitere Republikaner ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaft angekündigt. Santorum erklärte seine erneute Bewerbung am Mittwoch vor Anhängern im US-Staat Pennsylvania, am Freitag folgte Pataki mit einem Video, in dem er seine Kandidatur bekannt gab.

Damit haben sich bereits mehr als ein Dutzend Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei beworben. Der Ex-Senator Santorum hatte sich bereits 2012 um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben - ohne Erfolg. Am Mittwoch sagte der 57-Jährige bei seiner erneuten Bewerbung, er wolle der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme geben und konservative Werte verteidigen. Der Katholik und siebenfache Vater ist ein entschiedener Gegner von Homo-Ehe und Abtreibung.

Der Ex-Senator erneuerte zudem seine Kritik an der Außenpolitik von Präsident Barack Obama. Die USA müssten gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien viel härter vorgehen, forderte Santorum. Anfang Mai hatte er in einer Rede gesagt: "Wenn diese Typen eine Islam-Version des siebten Jahrhunderts zurückbringen wollen, dann ist meine Empfehlung, lasst uns unsere Bomber laden und sie ins siebte Jahrhundert zurückbomben."

Bei seiner Bewerbung im Jahr 2012 hatte Santorum die erste Vorwahl im US-Staat Iowa überraschend gewonnen. Dieses Mal ist er allerdings noch mehr ein Außenseiter im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur. Mit den Senatoren Ted Cruz, Rand Paul und Marco Rubio sowie dem einstigen Baptistenprediger und früheren Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, sind bereits einige Schwergewichte im Rennen, sehr wahrscheinlich tritt auch Jeb Bush an. Der Ex-Gouverneur von Florida ist der Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush.

In einem Video verkündete am Donnerstag auch der Ex-Gouverneur von New York, Pataki, seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur. Darin warb der 69-Jährige für die nationale Einheit des Landes. "Was uns eint, ist so viel wichtiger, als das, was uns vordergründig zu spalten scheint", sagte er. Der als gemäßigt geltende Republikaner verwies auf seine drei Amtszeiten als Gouverneur im demokratisch geprägten Bundesstaat New York. Die Menschen hätten erkannt, dass er keine parteipolitische Vision verfolgt habe.

Pataki hatte eine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur bereits seit langem in Erwägung gezogen. Das Gouverneursamt in New York hatte er zur Zeit der Anschläge vom 11. September 2001 inne. Er galt als Unterstützer des ehemaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush.

Die ersten Vorwahlen von Demokraten und Republikanern finden Anfang kommenden Jahres statt. Der Nachfolger von Präsident Obama, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf, wird im November 2016 gewählt. Bei den Demokraten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als große Favoritin für die Kandidatur.

Bei den Republikanern ist die Konkurrenz dagegen groß. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Universität Quinnipiac zufolge liegen Jeb Bush und Marco Rubio derzeit mit jeweils zehn Prozent in Führung, dicht gefolgt von Wisconsins Gouverneur Scott Walker, Huckabee und dem früheren Neurochirurgen Ben Carson. Rand Paul kommt demnach auf sieben, Ted Cruz auf sechs und der Immobilien-Tycoon Donald Trump auf fünf Prozent. Zum Vergleich: Die Demokratin Clinton kommt in der Umfrage auf 57 Prozent. (APA, 28.5.2015)

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