Archäologische Stätte bei "Midburn Festival" in Israel beschädigt

29. Mai 2015, 08:00
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Bei einem fünftägigen Musikfestival in der Negev-Wüste kam offenbar eine wichtige archäologische Fundstätte zu Schaden

Tel Aviv - Beim alternativen "Midburn Festival" in Israels Wüste ist nach Angaben der Altertumsbehörde eine archäologische Stätte aus der Steinzeit beschädigt worden. Demnach wurde ein eigens für das Festival errichteter Tempel aus Holz auf einem Hügel verbrannt, auf dessen Areal sich mehr als 150.000 Jahre alte Werkzeuge aus Feuerstein befinden, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Auf dem Hügel in der Nähe von Nachal Boker hätten Menschen vor rund 200.000 Jahren und dann wieder vor etwa 14.000 Jahren gesiedelt, sagte der Archäologe Joram Chaimi. "Sie haben dort Werkzeuge hergestellt, der Hügel ist eine archäologisch geschützte Stätte." Das genaue Ausmaß der Schäden sei noch nicht absehbar.

Die Veranstalter des Festivals hätten sich zwar mit anderen Behörden, nicht aber mit der Altertumsbehörde abgestimmt. Rund 6.000 Musikfans hatten bis Sonntag fünf Tage lang nach dem Vorbild des legendären "Burning Man" in den USA ausgelassen in der Negev-Wüste gefeiert. Die Veranstalter betonten nach Angaben der Zeitung "Haaretz", sie hätten alle notwendigen Genehmigungen eingeholt. (APA, red, 29.5.2015)

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