Shitstorm nach Kaninchen-Skandal: Drohungen gegen Radio-Moderator

28. Mai 2015, 16:13
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Asger Juhl wollte in seiner Sendung auf Massentierhaltung aufmerksam machen

Kopenhagen - Ein Sturm der Entrüstung ist über einen dänischen Radiomoderator hinweggefegt, nachdem dieser in seiner Show nach eigenen Angaben ein Kaninchen mit einer eisernen Luftpumpe erschlagen hat. "Wir bekommen Drohungen von Menschen aus Sibirien bis Neuseeland, von Guatemala bis Düsseldorf", sagte Asger Juhl dam Donnerstag.

Um auf die grausamen Methoden der Massentierhaltung aufmerksam zu machen, will der Moderator von "Radio24syv" das neun Wochen alte Tier in seiner Sendung am Pfingstmontag getötet haben. Ein Facebook-Video auf der Seite des Senders zeigt, wie Juhl später in der Küche eine Mahlzeit zubereitet - laut dem Dänen kocht im Topf Kaninchen "Allan".

Petition gegen Moderator

Viele Facebook-Nutzer beschimpften Juhl etwa als "Kaninchenmörder". Eine Petition fordert seinen Rausschmiss. "Ihr seid doch wirklich krank!", heißt es auf der Seite. Der Moderator verteidigte die Aktion: "Ich habe das gemacht, um Heuchlerei zu entlarven - um die Frage zu stellen, wieso die Leute verrückt spielen, wenn ein Kaninchen stirbt und gegessen wird, während jeden Tag Tausende Tiere umsonst sterben und niemand danach fragt", sagte Juhl.

Marius im Kopenhagener Zoo

Schon im vergangenen Jahr hatte ein Tierschicksal Dänemark ungewollt weltweite Aufmerksamkeit beschert. Damals war das Giraffenjunge Marius wegen Inzuchtgefahr im Kopenhagener Zoo getötet und vor Kinderaugen obduziert worden. (APA, 28.5.2015)

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