Gesundheitsministerin präsentiert Anti-Rauchkampagne

28. Mai 2015, 16:21
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Gemeinsam mit der Song-Contest-Band The Makemakes will Sabine Oberhauser Jugendliche vom Rauchen abhalten

Wien –"Leb dein Leben. Ohne Rauch. YOLO!" Der Slogan der Tabakpräventionsinitiative für Zehn- bis 14-Jährige, die das Gesundheitsministerium und der Fonds Gesundes Österreich am Donnerstag gemeinsam präsentiert haben, versucht sich jugendlich. "Zehn Prozent der Österreicher haben vor ihrem 15. Geburtstag mit dem regelmäßigen Rauchen begonnen", sagt Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. Dies habe eine Erhebung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2012 ergeben. Dieselbe Studie habe gezeigt, dass Österreich beim niedrigsten Einstiegsalter auf dem "traurigen Platz acht innerhalb der EU-27" liegt.

Mit dem Spruch will das Gesundheitsministerium nun die Jugendlichen vom Rauchen abhalten. Unterstützt wird die Kampagne von der österreichischen Band The Makemakes, die Österreich beim diesjährigen Song Contest vertreten hat. In einem Video, das unter dem Titel "Zero points für den blauen Qualm" steht, erklären die Musiker, die beim Bewerb ebenfalls null Punkte geholt haben: "Wir rauchen nicht. Leb dein Leben ohne Rauch."

Optisch setzt Oberhauser auf Alternativen zum Rauchen. So soll man statt rauchen lieber tauchen, sparen oder schmusen. Der Hinweis "deine Entscheidung" setzt auf die Vernunft der Teenager.

Sprache und Medien der Jugendlichen

"Wichtig ist mir, dass die Kampagne die Sprache und die Medien der Jugendlichen aufgreift und auf Partizipation setzt", sagt Oberhauser. Sie will die "Kids" nicht mit dem "erhobenen Zeigefinger" vom Rauchen abhalten, sondern durch Kommunikation auf Augenhöhe und selbstbestimmte Beteiligung. Die Abkürzung "YOLO" ("You Only Live Once", auf Deutsch "Du lebst nur einmal") sei der Jugendsprache entnommen. "YOLO" bringe die Essenz des jugendlichen Lebensgefühls zum Ausdruck, nämlich "das Leben im Hierund Jetzt".

Die Initiative des Ministeriums umfasst: Ein "WhatsApp"-Handy-Tool, Wettbewerbe und Tabakpräventionsarbeit in der Schule. "Wir wollen die Kinder und Jugendlichen da abholen, wo sie sind: in ihren Gruppen im Internet genauso wie in der Schule", sagt Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich.

Telefon und Vorbilder für Erwachsene

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger setzt hingegen auf eine Kampagne für das "Rauchfrei Telefon" für Erwachsene. Auf ihrer Homepage werden Menschen, die nicht rauchen, als Vorbilder gezeigt. "Wir wollen Menschen davon überzeugen, rauchfrei zu werden und bleiben", sagt Martin Schaffenrath, stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbands. (ook, 28.5.2015)

  • Sparen, Schmusen, Schnorcheln: Das Gesundheitsministerium zeigt Alternativen zum Rauchen auf.
    foto: bmg

    Sparen, Schmusen, Schnorcheln: Das Gesundheitsministerium zeigt Alternativen zum Rauchen auf.

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