Ein Ticket für gesamte EU, neue Regeln für Pauschalreisen

28. Mai 2015, 13:29
6 Postings

Verkehrsausschuss des Europaparlaments für nahtlose Mobilität, voraussichtlich Zustimmung durch EU-Parlament im Juni für neue Regeln bei Pauschalreisen

Brüssel - Mit einem einzigen Ticket durch alle EU-Staaten unter Zuhilfenahme sämtlicher Verkehrsträger zu reisen, soll kein Traum bleiben. Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments nahm am Donnerstag in Brüssel einen Bericht für diese Form des grenzenlosen Reisens in der EU und des nahtlosen Wechselns verschiedener Verkehrsträger an.

Multimodales Ticket

Der EVP-Abgeordnete Dieter-Lebrecht Koch sagte, "wir haben alle derzeitigen Hindernisse identifiziert und nun müssen wir daran arbeiten, sie zu überwinden". Bisher sei es nicht gerade einfach und manchmal unmöglich gewesen, ein Ticket für grenzüberschreitendes Reisen beispielsweise mit Bus und Bahn zu erhalten. "Wir stimmen alle zu, dass das einfacher werden soll. In der heutigen modernen Online-Zeit müssen wir es schaffen, ein multimodales integriertes Ticket mit Echtzeit-Information und entsprechenden Passagierrechten" zu erhalten, das nahtloses Reisen innerhalb der EU zwischen den Ländern ermöglichen könne.

Der EU-Abgeordnete konzedierte, dass es schon Initiativen in diese Richtung gebe, doch seien diese auf bestimmte Regionen begrenzt und würden nicht alle Transportmittel umfassen. Spätestens bis 2020 müsse es Fortschritte geben, appellierte er an die Unternehmen. Wenn dies nicht geschehe, sollte die EU-Kommission Gesetzesvorschläge für ein solches integriertes Ticket-System ausarbeiten.

Einheitliche europäische Regeln

Wesentlich sei auch, dass die Reisenden über alle Möglichkeiten der geplanten Route informiert werden, die schnellste, kürzeste und billigste wählen können.

Pauschalreisende können sich künftig auf einheitlichere europäische Regeln verlassen - egal, ob sie ihren Urlaub im Reisebüro buchen oder im Internet selbst zusammenstellen. Die EU-Minister für Wettbewerb bestätigten heute, Donnerstag, in Brüssel eine entsprechende Einigung mit dem EU-Parlament.

"Die neue Richtlinie wird die Rechtsposition der Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere bei Online-Buchungen verbessern", kommentierte Staatssekretär Gerd Billen aus dem Verbraucherschutzministerium, der Deutschland bei dem Treffen vertrat. Das EU-Parlament dürfte der Neuregelung im Juni zustimmen. (APA, 28.5.2015)

Share if you care.