Journalisten bringen "Leipziger Zeitung" auf den Markt

28. Mai 2015, 12:32
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Neues Wochenblatt in Deutschland soll sich über Abos finanzieren

Leipzig – Am Freitag erscheint nach einer Probenummer im März die erste reguläre Ausgabe der "Leipziger Zeitung". Die Macher um Geschäftsführer Cesare Stercken sehen ihr Projekt als einen Beitrag zur Medienvielfalt in Leipzig. Finanzieren will sich die "Leipziger Zeitung" vor allem über Abonnements, langfristig sollen es 12.000 werden.

Zum Start wurden über Crowdfunding bisher 1.000 Abonnenten gewonnen – weniger als erhofft. Unabhängigkeit stehe für die "Leipziger Zeitung" aber im Vordergrund, deswegen wolle man sich weder vom Anzeigenmarkt noch von einem Verlag abhängig machen, sagt Stercken.

Die neue Wochenzeitung erscheint daher nur gedruckt, also ohne eigenes Onlineangebot. Zudem sei der langsamere Wochenrhythmus ein Mittel für journalistische Qualität. "Die Abgrenzung zum Digitalen ist uns wichtig. Zwar ist auch im Internet solider Journalismus möglich, aber die Artikel erfahren weniger Aufmerksamkeit." Nach seiner Ansicht funktioniert tagesaktuelle Berichterstattung online, aber es fehle die Zeit für umfangreichere Recherche und Meinungsbildung. Das Modell Wochenzeitung sei die logische Konsequenz. (APA, dpa, 28.5.2015)

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