Fifa-Sponsoren machen Druck auf Weltverband

28. Mai 2015, 11:33
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Visa droht, Sponsoring neu zu bewerten

Zürich – Nach dem neuerlichen Fifa-Skandal üben die Topsponsoren zunehmend Druck auf den Fußball-Weltverband aus. Das Kreditkartenunternehmen Visa forderte "rasche und sofortige Maßnahmen", um die Probleme innerhalb der des Verbands zu beheben. "Sollte die Fifa das nicht tun, haben wir sie informiert, dass wir unser Sponsoring neu bewerten würden", teilte das Unternehmen mit.

Auch der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai betonte, dass man die Lage genau beobachten wolle. "Als Unternehmen, für das ethische Normen und Transparenz den höchsten Stellenwert besitzen, sind wir extrem besorgt über die eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen bestimmte Fifa-Führungskräfte."

Coca-Cola erklärte, dass die Anklagen "die Mission und Ideale der Fifa-Fußball-WM trüben und dass wir wiederholt unsere Bedenken betreffend dieser schweren Anschuldigungen ausgedrückt haben".

Visa und Hyundai (zusammen mit Schwesterfirma Kia Motors) sind neben Adidas, Coca-Cola und Gazprom ständige Marketingpartner der Fifa. Aus diesem Pool waren die Airline Emirates und Sony Ende 2014 ausgestiegen. Stattdessen laufen Gespräche mit Samsung und Qatar Airways über eine Zusammenarbeit.

Vor Bekanntwerden der Korruptionsermittlungen gegen zahlreiche Spitzenfunktionäre hatten Coca-Cola und Visa die Fifa in der vergangenen Woche schon aufgefordert, sich entschiedener gegen Menschenrechtsverstöße im WM-Gastgeberland Katar einzusetzen. (APA, 28.5.2015)

  • Visa und Co. sind etwas sauer.
    foto: apa/ap/stavrakis

    Visa und Co. sind etwas sauer.

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