I/O: Googles zentrale Konferenz vor dem Start

27. Mai 2015, 17:55
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6.000 Entwickler kommen nach San Francisco - Stärkerer Fokus auf Code Labs und Sandbox Talks - Verstärkte Sicherheit

Neben dem Stammgeschäft mit der eigenen Suchmaschine hat sich Google längst auch als einer der wichtigsten Softwarehersteller der Welt etabliert. Mit Android hat man das mittlerweile am weitesten verbreitete Betriebssystem geschaffen, mit Projekten wie selbstfahrenden Autos oder der Internetversorgung per Ballon regt man die Fantasie vieler Menschen an. Kein Wunder also, dass der Ansturm zur Entwicklerkonferenz I/O Jahr für Jahr enorm ist - und so unweigerlich viele enttäuschte Interessenten zurückbleiben. Will Google seine Konferenz doch bewusst im überschaubaren Rahmen halten. Mehr als 6.000 Tickets gibt es also schlicht nicht - das Fassungsvermögen des Moscone Center West in San Francisco bedingt dies.

Startschuss

Am 28. und 29. Mai ist es nun jedenfalls wieder soweit: Google lädt zum zentralen Event des eigenen Entwickĺungsjahres. Was hier vorgestellt wird, gibt üblicherweise die Richtung für das gesamte Google-Ökosystem vor. Zudem sind die zwei Tage natürlich mit zahllosen Vorträgen und Hands-On-Sessions vollgepackt - immerhin ist die I/O ein Event für Entwickler, was bei all den Neuvorstellungen gerne vergessen wird.

Programm

Dieses Jahr will man den Veranstaltungsfokus noch weiter schärfen: Also wird es "nur" 25 Vorträge geben, statt dessen konzentriert man sich auf viele Code Labs und Sandbox-Talks, bei denen im kleinen Rahmen mit Google-Entwicklern direkt diskutiert werden kann. Das heißt allerdings nicht, dass Interessierte auf den gewohnten Neuigkeitenreigen verzichten müssen - ganz im Gegenteil: Die einleitende Keynote ist auf stolze zweieinhalb Stunden ausgelegt. Was von dieser erwartet werden kann, haben wir schon vor einigen Tagen in unserer Vorschau auf Google I/O 2015 zusammengefasst.

Sicherheitsmaßnahmen

Was an der diesjährigen I/O noch auffällt: Google hat nach den Ereignissen des Vorjahres die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Damals hatten Protestierer mehrfach lautstark die Keynote der I/O gestört. Dieses Jahr mussten Teilnehmer erstmals im Vorfeld Fotos abgeben. Zudem wird es NFC-Armbänder geben, um zu verhindern, dass sich Unbefugte Zugang zur Konferenz verschaffen. Und für die Keynote werden eigene Zutrittskarten vergeben, was nebenbei noch den Effekt haben soll, die üblichen stundenlangen Warteschlangen zu verhindern.

Extended

Wer die I/O gerne miterleben will, aber kein Ticket bekommen hat, muss nicht gänzlich verzagen. Werden doch auch heuer wieder die Keynote und zentrale Sessions per Youtube live in die Welt gestreamt. Zudem finden unter dem Namen "I/O Extended" weltweit zahlreiche Veranstaltungen statt, bei denen die Übertragungen gemeinsam mit Gleichgesinnten verfolgt werden könnten. Eine davon gibt es auch heuer wieder in Wien statt, von der lokalen Google Developer Group veranstaltet.

Berichterstattung

Der STANDARD ist bereits vor Ort in San Francisco, und wird gleichermaßen zeitnah wie ausführlich von all den Neuerungen und den jeweiligen Hintergründen berichten. Dabei übernehmen wir auch den Live-Stream, der am Donnerstag, 28. Mai um 18:00 mit einer Pre-Keynote-Show beginnt, bevor es 30 Minuten später richtig losgeht. Geneigte Leserinnen und Leser seien explizit dazu aufgefordert parallel zur Keynote mitzuposten, während der Autor versuchen wird, all die Neuerungen unter dem Live-Stream laufend zusammenzufassen. Der Artikel ist bereits angelegt, insofern lohnt es sich die Adresse schon mal vorzumerken. Zusätzlich gibt es über die Google+ und Twitter-Accounts des Autors wieder Rahmenberichterstattung für all jene, die noch etwas mehr von der I/O mitbekommen wollen. (Andreas Proschofsky aus San Francisco, 27.5.2015)

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Eintrittskarte für die Google I/O wurde von Google zur Verfügung gestellt.

Link

Google I/O

Mitposten

8. Mai, 18:00 Uhr: Livestream von der Google I/O 2015 auf derStandard.at

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  • Der STANDARD hat sich schon mal passend herausgeputzt und ist vor Ort.
    foto: andreas proschofsky / standard

    Der STANDARD hat sich schon mal passend herausgeputzt und ist vor Ort.

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