Mission zur Suche nach außerirdischen Wasserbewohnern in Planung

27. Mai 2015, 14:31
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Kamerasystem für NASA-Sonde wird an der Johns Hopkins University gebaut - Start in den frühen 2020er Jahren

Bern - Die NASA hat bekannt gegeben, welche Forschungsinstrumente an Bord der Sonde "Europa Clipper" mitreisen werden, wie die Universität Bern berichtet. Einer ihrer Mitarbeiter, Nicolas Thomas vom Center for Space and Habitability der Uni Bern, wird Teil des Teams sein, welches das Europa Imaging System (EIS) entwickelt. Dieses Kamerasystem soll an der Johns Hopkins University, USA, konzipiert und gebaut werden.

Die NASA will den Jupitermond Europa mit Hilfe einer strahlungsresistenten Sonde untersuchen. Die Sonde soll in einem Orbit um Jupiter kreisen und von dort aus wiederholt nahe an Europa vorbeifliegen. Während dieser sogenannten Flyby-Manöver wird EIS die eisige Kruste des Mondes erforschen und nach Orten im Eis suchen, wo künftige Missionen einen guten Zugang zum darunterliegenden Wasser hätten.

Hoffnung auf Leben unter der Eiskruste

Solche Missionen wurden ebenfalls bereits angedacht, sind vorerst allerdings noch Zukunftsmusik. Für den "Europa Clipper" gibt es zwar auch noch kein konkretes Startdatum, dennoch ist diese Mission deutlich konkreter. Die Sonde soll in den frühen 2020er Jahren starten, so der derzeitige Stand.

Unter Europas eisiger Oberfläche liegt nach Überzeugung von Forschenden ein riesiges Meer, das doppelt so viel Wasser wie die Ozeane der Erde enthält. Nicolas Thomas dazu: "Wir vermuten, im Ozean des Jupiter-Mondes sind die für die Entstehung von Leben nötigen Elemente vorhanden. Aber natürlich wollen wir vor allem wissen, ob sich dort unten tatsächlich Leben entwickelt hat." (red, 27.5. 2015)

  • Die NASA-Sonde "Europa Clipper" soll den Jupitermond Europa aus der Nähe untersuchen. Unter seinem Eispanzer erhofft man sich einen Ozean, der im besten aller Fälle außerirdisches Leben hervorgebracht hat.
    illustration: nasa

    Die NASA-Sonde "Europa Clipper" soll den Jupitermond Europa aus der Nähe untersuchen. Unter seinem Eispanzer erhofft man sich einen Ozean, der im besten aller Fälle außerirdisches Leben hervorgebracht hat.

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